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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Bildpunkt

Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST
erscheint vier Mal im Jahr.

Heft Herbst 2016

Politiken der Freund*innenschaft

„Kontingenz bedarf der Freundschaft als Alternative zur Irrenanstalt“ hatte der Soziologe Zygmunt Bauman einst geschrieben. Freund*innenschaft erscheint da als wichtiger werdende Garantin dafür, nicht durchzudrehen angesichts der instabilen Gewissheiten und der prekär gewordenen sozialen Sicherheiten. Bei Jacques Derrida wurden die „Politiken der Freund*innenschaft“ als alternative, letztlich antistaatliche Verbindungen der Verantwortung füreinander konzipiert: Von hier aus lassen sich neue Kollektivitäten und Kropotkins alte „gegenseitige Hilfe“ (in und jenseits der Kunst) ebenso denken wie allerdings auch das Korrupte der Freunderlwirtschaft und die Exklusion der Männerfreundschaft. Wie also muss Freund*innenschaft konzipiert und praktiziert sein, damit sie als emanzipatorische funktioniert? Als inkludierendes, solidarisches Netzwerk statt als exklusiver Klub? Beispiele und Konzepte auf der Höhe der Kontingenzperspektive diskutiert dieser Bildpunkt.



Bildpunkt Herbst 2016: Politiken der Freund*innenschaft