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Bildpunkt

Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST
erscheint vier Mal im Jahr.

Heft Frühjahr 2018

Aus dem utopischen Halbdunkel

„Die Probleme der Organisation“, schrieb Georg Lukács 1922, „gehören zu den Fragen, die theoretisch am allerwenigsten durchgearbeitet sind.“ Ging es hier noch eindeutig um das Proletariat und die Partei, stellen sich Organisierungsfragen heute zugleich allgemeiner und spezifischer. Zudem sind Subjekt und Objekt unbestimmt: Wer braucht überhaupt Organisation – die Zivilgesellschaft oder die postsozialdemokratische Linke, das alternative Milieu, das Prekariat oder die Subalternen? Und welche – Netzwerk, Mosaik, Schwarm, oder doch Partei? Auch stellen sich Fragen der Organisierung im Kunstfeld strukturell anders als im politischen Feld.
Nicht zuletzt angesichts des Regierungswechsels in Österreich und des Vormarsches ultrarechter Bewegungen und Parteien in ganz Europa stellt sich die Frage linker Organisierung neu. Während mit dem Aufbruch in Österreich der langen Reihe linker Organisierungsversuche ein weiterer hinzugefügt wurde, hat auch die Geschichte des künstlerischen Feld einige Zusammenrottungen um Programme, Mitglieder und Statuten zu bieten. Vor dem Hintergrund dieser historischen Differenzen und gegenwärtiger Entwicklungen stellt der Bildpunkt die Organisationsfrage(n), um sie nicht länger im „utopischen Halbdunkel“ zu belassen, wo Lukács sie noch sah.



Bildpunkt Frühjahr 2018: Aus dem utopischen Halbdunkel
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