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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Survival-Training für Künstler_innen

Ausstellungshäuser


Wie kommt es zur Programmplanung in Ausstellungshäusern? Wer entscheidet, welche Ausstellungen oder weiteren künstlerischen Projekte und Veranstaltungen realisiert werden? Welche Programmschienen, welche Schwerpunktsetzungen gibt es? Welche Möglichkeiten haben zeitgenössische Künstler_innen involviert zu werden? Wie gestaltet sich die Arbeit der Kurator_innen, insbesondere die Zusammenarbeit mit Künstler_innen? Unter welchen Konditionen findet künstlerische Arbeit statt? Wie steht es um Projektbudgets, Honorare und Ankäufe? Kurzum: Wie sehen die Arbeitsbedingungen für Künstler_innen in Ausstellungshäusern aus?

Gäste:
Elsy Lahner (Albertina), Genoveva Rückert (OK Offenes Kulturhaus), Günter Mayer (Galerie der Stadt Wels).
Moderation:
Vasilena Gankovska (bildende Künstlerin, Vorstandsmitglied IG BILDENDE KUNST)
Linz, 2.6.2014 im RAUMSCHIFF (Hauptplatz 5, 4020 Linz)

Eine Veranstaltung der IG BILDENDE KUNST in Kooperation mit forum - Kunstuniversität Linz und RAUMSCHIFF.


Rückblick auf die Veranstaltung,
von Vasilena Gankovska:


„Künstler_innenhonorare wären unerlässlich.“


Im Sommer 2014 hat die IG BILDENDE KUNST in Linz eine weitere Podiumsdiskussion zum Thema Arbeitsbedingungen von Künstler_innen in Österreich veranstaltet und legte – wie zuletzt bei der vorangegangenen Veranstaltung in Wien – den Fokus auf Ausstellungshäuser und Künstler_innenhonorare. Die Podiumsgäste Elsy Lahner (Kuratorin für zeitgenössische Kunst an der Albertina, Wien), Genoveva Rückert (Kuratorin, OK Offenes Kulturhaus, Linz) und Günter Mayer (Leiter der Galerie der Stadt Wels) informierten über die Programmschienen der von ihnen repräsentierten Institutionen sowie über die Möglichkeit für angehende Künstler_innen mit diesen Institutionen zusammenzuarbeiten.

Die Galerie der Stadt Wels kooperiert eng mit Kunst-Universitäten sowie mit renommierten Galerien und Museen und setzt einen Fokus auf nicht etablierte Künstler_innen, die ihre ersten Projekte dort präsentieren können. Das OK Offenes Kulturhaus inzwischen Teil des OÖ Kulturquartiers in Linz widmet sich einer zeitgenössischen künstlerischen Produktion mit Schwerpunkt auf mediale und installative künstlerische Praktiken. Regionale und internationale Kooperation sind genauso ein Teil des Programms wie Projekte im öffentlichen Raum. In der Albertina wiederum findet als Format für zeitgenössische Künstler_innen u.a. die Reihe 'Interventionen' statt, kuratiert von Elsy Lahner. Künstler_innen werden eingeladen, sich mit der Geschichte, der Sammlung oder der Architektur des Hauses auseinanderzusetzen. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten für jüngere Künstler_innen, um mit einer Einzelpräsentation in der Albertina vertreten zu sein. Zusätzlich werden Ankäufe im Rahmen der Galerienförderung durch Museumsankäufe (eine Förderschiene der Kunstsektion im BKA) getätigt.

Auf die Frage nach der finanziellen Abgeltung bei Teilnahme an Projekten und bei der Realisierung von Ausstellungen in den drei Häusern, waren sich alle Diskutant_innen einig, dass es unerlässlich wäre Ausstellungshonorare zu bezahlen. Je nach budgetären Möglichkeiten passiert das ohnehin durch kleine Honorare sowie Budgets für die Realisierung von Auftragsarbeiten. Die Übernahme von Produktionskosten ist in diesem Fall selbstverständlich.

Die Diskussion verschaffte einen Einblick in die Tätigkeit drei wichtiger Institutionen, die auf unterschiedliche Programmschwerpunkte ausgerichtet sind und sowohl auf der regionalen als auch internationalen Ebene operieren.


Vasilena Gankovska ist bildende Künstlerin und Vorstandsmitglied der IG BILDENDE KUNST, sie hat am 2.6.2014 die Veranstaltung in Linz moderiert.



Information zu den Kooperationspartner_innen

forum – Kunstuniversität Linz
Der AbsolventInnenverein forum - Kunstuniversität Linz versteht sich als Vernetzungsplattform und kommunikative Drehscheibe für seine Mitglieder und PartnerInnen. In Kooperation mit dem forum sucht die Kunstuniversität den Kontakt zu allen, die sich mit ihr verbunden fühlen. Austausch, Unterstützung und Weiterbildung in vielfältigen Fachbereichen jeweils mit ExpertInnen, Institutionen bzw. Unternehmen stehen dabei im Vordergrund. Die stetig wachsende Mitgliederzahl - derzeit über 400 AbsolventInnen, FirmenpartnerInnen und FreundInnen - bilden dabei einen stabilen Knotenpunkt.

RAUMSCHIFF
RAUMSCHIFF ist ein von Studierenden der Kunstuniversität Linz geführter Ausstellungs- und Veranstaltungsraum mit dem Ziel interdisziplinäre Aktivitäten zu fördern und den Austausch mit der Bevölkerung zu verbessern.