IG Bildende Kunst Logo
Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

Solidarisieren, Mitglied werden, Vorteile genießen!

Mitversicherung, Kindergeld & Co

Kinder und Sozialversicherung


Welche Versicherungs- und sonstige Geldleistungen gibt es für (werdende) Eltern? Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, Familienzeitbonus, Kinderzuschuss, Familienbeihilfe, erhöhte Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Alleinverdiener_innenabsetzbetrag. Neu ab 2019, potentiell: "Familienbonus" und "Kindermehrbetrag". Außerdem gut zu wissen: Mutterschutz, Mitversicherung von Angehörigen (z.B. Kinder), Versicherung für die Pflege von Angehörigen (z.B. eines behinderten Kindes). Für unselbständig Beschäftigte (Angestellte) sind auch noch die Regelungen für die Elternkarenz und eine entsprechende Vereinbarung mit der Arbeigeber_in wichtig.

Künstler_innenspezfische Informationen gibt es im Grunde nicht. Wir versuchen daher einen schlichten Überblick über relevante Anlaufstellen und Infoseiten zu bieten. Ergänzend stellen wir Informationen zusammen, die uns insbesondere aus Nachfragen von Künstler_innen und aus der Beratungserfahrung in der IG BILDENDE KUNST von Bedeutung erscheinen.

■ Kinder & Familie (SVA)
Die SVA informiert rund um Schwangerschaft und Geburt, Kinderbetreuungsgeld, Familienzeitbonus und Kinderzuschuss, Mitversicherung, Pflegende Angehörige, Gesundheitsvorsorge für Babys und Kinder, Pensionszeiten für Kindererziehung, Pensionssplitting.

■ Schwangerschaft & Geburt (sozialversicherung.at)
Jugend & Familie (sozialversicherung.at)
Auf der Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger_innen können über eine Liste an Schlagwörtern step by step Informationen abgerufen werden. Vielfach geht es dann weiter mit Links zu den einschlägigen Seiten der zuständigen Versicherungsanstalt.

Beruf & Familie (AK)
Überblicksseite der Arbeiter_innenkammer über Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe, Karenz, Wiedereinstieg und Steuervorteile für Familien.


Achtung!
... bei einem Wohnsitzwechsel von Kinderbetreuungsgeldbezieher_innen

Bei aller Umzugshektik ist es wichtig darauf zu achten, dass für Kind und Kinderbetreuungsgeldbezieher_in keine Lücken bei der selben Meldeadresse entstehen - also möglichst zeitgleich ummelden. Auch (und gerade) dann nicht darauf vergessen, wenn mitunter ein Wechsel des Elternteils bevorsteht, die*der das Kinderbetreuungdgeld bezieht. Ein gemeinsamer Hauptwohnsitz mit dem Kind ist Voraussetzung für den Bezug von Kinderbetreuungsgeld. Eine Toleranz von maximal zehn Tagen ist laut Kinderbetreuungsgeldgesetz zulässig: "Eine höchstens bis zu 10 Tagen verspätet erfolgte Hauptwohnsitzmeldung des Kindes an dieser Wohnadresse schadet nicht."

Achtung!
... beim Zuverdienst zum Kinderbetreuungsgeld
Beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld darf maximal 6.800 Euro dazuverdient werden. Bei den Pausschalvarianten des Kinderbereuungsgeld gibt es eine Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro (oder auch höher bei entsprechenden Vorjahreseinkünften).

Doch wie wird die Zuverdienstgrenze betrachtet, wenn das Kinderbetreuungsgeld nicht exakt von 1.1. bis 31.12. eines Jahres bezogen wird? Eine "Abgrenzung" (nach Monaten vor bzw. nach und während dem Bezug von Kinderbetreuungsgeld) ist in diesem Fall erforderlich - und muss der SVA entsprechend übermittelt werden. Berechnet wird dann grundsätzlich so: Einkünfte während dem Anspruchszeitraum werden dividiert durch die Anspruchsmonate, dann multipliziert mit 12. Der erhaltene Betrag wird um 30% erhöht und darf dann nicht über der Zuverdienstgrenze liegen. Wenn das passt, passt auch der Bezug von Kinderbetreuungsgeld, andernfalls wird zurückgefordert! 

Herausfordernder wird die Berechnung bei sogenannten "Mischeinkünften", also etwa aus selbständiger und unselbstständiger Tätigkeit und/oder bei Bezug von Arbeitslosengeld. Als Anspruchsmonat gelten übrigens Monaten, in denen an allen Tagen des Kalendermonates Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde.

Ausführlichere Erläuterungen zur Berechnung beim Zuverdienst gibt es in diesem Infoblatt: Information zu den Leistungen des Kinderbetreuungsgeldgesetzes für Geburten ab 1.3.2017 (sozialversicherung.at, 22.05.2018) (siehe insb. Seiten 4-6)

Achtung!
... Rückforderungen beim Kinderbetreuungsgeld

Weil das mit dem Zuverdienst zum Kinderbetreuungdgeld nicht so einfach ist, hat die SVA die bei ihr versicherten Kinderbetreuungsgeldbezieher_innen stets besonders informiert, um Rückzahlungen zu vermeiden. In Erinnerungsschreiben hat die SVA auf die notwendige Aufschlüsselung (Abgrenzung) von Einkünften während und außerhalb von Kindergeldbezugszeiten aufmerksam gemacht. Im Spätherbst 2018 wurde bekannt, dass die SVA seit einiger Zeit keine solchen Erinnerungen oder rechtzeitige Mahnungen mehr verschickt. Auch Nachfristen gibt es nicht mehr, wie Der Standard berichtete. Warum? Auf Anweisung durch das Familienministerium!  Mehr Info >>