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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Urheber_innenrechte

Wer profitiert? Wer verliert?


Urheber_innenrechte sollen den Urheber_innen eine angemessene Beteiligung an der Nutzung (Verwertung) bzw. am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Werke ermöglichen. Gleichzeitig stehen die (finanziellen) Interessen von Urheber_innen nicht selten den Interessen von Nutzer_innen entgegen, Wissen und Werke möglichst kostenlos und ungehindert zu nützen, zu verändern und weiterzuentwickeln. Schon immer bauten neue künstlerische Werke auf vorhandenen Werken auf - und so finden sich Künstler_innen schnell in der (rechtlich prekären) Doppelrolle als Urheber_innen UND Nutzer_innen wieder.
Nach wie vor unbewältigt ist die Herausforderung, einen Ausgleich zwischen der Wahrung von Urheber_innenrechten und dem öffentlichen Interesse am freien Austausch von Information, Wissen und Bildung zu finden.
Debatten und Links

 

Folgerecht

Die österreichische Mogelverpackung


Das Folgerecht ist Bestandteil des Urheber_innenrechts. Es ist das Recht bildender Künstler_innen auf eine finanzielle Beteiligung am Weiterverkauf ihrer Werke. In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union war Folgerecht sehr unterschiedlich geregelt, in drei Mitgliedstaaten (z.B: Österreich) gab es Folgerecht nicht. Nach dem Erlass einer entsprechenden EU-Richtlinie (2001) wurde Folgerecht schließlich auch in Österreich im Urheberrechtsgesetz verankert (2005). Die Umsetzung folgte jedoch auf "auf möglichst niedrigem Niveau" - die meisten Künstler_innen sind von solchen Rechtsansprüchen de facto ausgeschlossen.
Von der EU-Richtlinie zur Rechteumsetzung in Österreich:
Positionen der IG BILDENDE KUNST

 

Verwertungsgesellschaftengesetz

Eine Chance auf zeitgemäße kollektive Rechtewahrnehmung?


Das Verwertungsgesellschaftengesetz regelt Organisationsvorschriften für Verwertungsgesellschaften sowie deren Pflichten gegenüber den Bezugsberechtigten und gegenüber den Nutzer_innen der von ihnen wahrgenommenen Rechte. Die IG BILDENDE KUNST begrüßt im Gesetzesentwurf insbesondere Vorgaben hinsichtlich Transparenz und Auskunftspflichten, sieht in der Novelle aber auch eine Chance, Mitgestaltungsmöglichkeiten von Urheber_innen zu stärken bzw. auszubauen sowie Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße kollektive Wahrnehmung von Urheber_innen- und Leistungs­schutzrechten zu schaffen. Diese Chance wird im vorliegenden Gesetzesentwurf nur bedingt genutzt.
Stellungnahme der IG BILDENDE KUNST zum Gesetzesentwurf (20.4.2005) [PDF, 73KB]
BM für Justiz: Gesetzesentwurf, Erläuterungen

 

 

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