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kunst-stücke: Petition

Wir protestieren entschieden gegen die im neuen ORF-Programmentwurf vorgesehene Einstellung der Sendung kunst-stücke.


Die kunst-stücke sind jener einzigartige ORF-Programmplatz, der für innovative, künstlerische Fernsehformen jenseits inhaltlicher und formaler Konventionen offen steht und der ästhetisch riskante Projekte im ORF ermöglicht. Die Einrichtung einer Jugendsendung oder einer Kultur-Sendefläche am kunst-stücke-Sendeplatz, wie sie der ORF ankündigt, wird an den Folgen der ersatzlosen Auslöschung einer der renommiertesten ORF-Sendungen nichts ändern: denn nur eine in einer selbständigen Programmabteilung organisierte Sendung mit Image, Label, Sendeplatz und eigenem Produktions- und Ankaufsbudget kann ein unabhängiges und erfolgreiches Programmprofil offensiv weiterentwickeln.

Die kunst-stücke sind nicht nur eine der international bekanntesten Marken des ORF, sie begleiten und fördern seit ihrer Gründung das österreichische Filmschaffen und einige seiner erfolgreichsten Protagonisten. Als Forum für avancierte Kurz-, Experimental- und Animationsfilme ebenso wie für Dokumentarfilme, als Initiator, Unterstützer und Auftraggeber für unkonventionelle Film- und Fernsehprojekte haben die kunst-stücke eine zentrale Bedeutung in der österreichischen Filmlandschaft.

Gibt es die kunst-stücke nicht mehr, dann wird es für einen Teil des heimischen Filmschaffens in Zukunft keinen Sendeplatz und kein TV-Publikum mehr geben. Die Abschaffung der kunst-stücke würde gleichzeitig die Produktion riskanter und innovativer Projekte weiter erschweren: nicht wenige der über den ORF-Innovationsfonds geförderten Filme sind nach ihrer Fertigstellung in den kunst-stücken zu sehen. Wenn diese Filme in Zukunft mangels Sendeplatz nicht mehr ausgestrahlt werden können, wird der Innovationsfonds des ORF entsprechende Projekte möglicherweise nicht mehr im bisherigen Ausmaß berücksichtigen.

Mittelfristig würde diese Strategie nicht nur dem österreichischen Film, sondern auch dem ORF Schaden zufügen: wenn sich eine Fernsehanstalt selbst ihrer Talenteschmiede beraubt, verzichtet sie auf die Nutzung eines reichen künstlerischen Potenzials ebenso wie auf die Förderung des Nachwuchses - eine Strategie, die angesichts der Erfolge des österreichischen Kinos, von denen der ORF naturgemäß profitiert, nicht eben zweckmässig erscheint.

Wir fordern daher die ORF-Leitung und die verantwortlichen Stiftungsräte dazu auf, die Sendung kunst-stücke nicht nur nicht abzuschaffen, sondern sie im Gegenteil auszubauen und zu einer zentralen Schaltstelle des innovativen, zukunftsorientierten Fernseh- und Filmschaffens zu machen. Im Sinne des Kulturauftrags fordern wir die Etablierung der Sendung auf einem attraktiven Sendeplatz, beispielsweise unmittelbar nach der ZiB 2. Gleichzeitig fordern wir die Ausstattung der Sendung mit einem Budget, das die Produktion von Projekten in einem weitaus größerem Ausmaß als bisher ermöglicht.

Die kunst-stücke sind ein wesentlicher Bestandteil des ORF. Im Interesse des ORF, des österreichischen Films und des Publikums müssen die Möglichkeiten dieser Sendung ausgebaut werden: eine Erweiterung der Kapazitäten der kunst-stücke ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft des ORF.

Wien, Juni 2002