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kunst-stücke Pressegespräch

Absetzung der kunst-stücke. Die Welle des Protests.

(26.9.2002, Presseunterlage 2) Eine kurze Chronologie der Protestaktivitäten gegen die Absetzung der kunst-stücke. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann lediglich einen kleinen Überblick über die zahlreichen und nach wie vor anhaltenden Protestaktionen geben.

Anfang Juni 2002

Es wird bekannt, dass am 19. Juni 2002 dem Stiftungsrat des ORF eine Programmjustierung zur Abstimmung vorgelegt werden soll, die die Absetzung der kunst-stücke zur Folge hat. Der Regieverband sendet Protestbriefe an alle Stiftungsräte des ORF. Interessensvertretungen der Kunst- und Kulturschaffenden, kunst-stücke-SeherInnen, GebührenzahlerInnen und viele andere mehr protestieren in offenen Briefen an ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und die ORF-Stiftungsräte gegen eine Absetzung der kunst-stücke. Amour Fou Filmproduktion verfasst eine Petition für die Erhaltung und den gezielten Ausbau der kunst-stücke. Die „Arbeitsgruppe kunst-stücke“ verfasst ein Konzept zum offensiven Re-Launch der kunst-stücke.

19. Juni 2002

Amour Fou Filmproduktion übergibt das Konzept zum offensiven Re-Launch der kunst-stücke und die Petition für die Erhaltung und den gezielten Ausbau der kunst-stücke und die Liste der 12.042 UnterzeichnerInnen an ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner. Der ORF-Stiftungsrat beschließt mit nur drei Gegenstimmen die von der ORF-Generaldirektion vorgeschlagene „Programmjustierung“.

3. Juli 2002

Die Absetzung der kunst-stücke ist Thema bei der parlamentarischen Enquete "Die Zukunft des österreichischen Films im europäischen Kontext - mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancen des Filmstandortes Österreich"

9. Juli 2002

Amour Fou Filmproduktion übergibt die Petition für die Erhaltung und den gezielten Ausbau der kunst-stücke und die Liste der mittlerweile 15.015 UnterzeichnerInnen an Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer. Sie wird an den Petitionsausschuss des Parlaments weitergeleitet und dort behandelt werden.

31. Juli 2002

Gerhard Ruiss (Rundfunkteilnehmer) reicht Beschwerde beim Bundeskommunikationssenat ein. Die Rechtsaufsichtsbehörde möge feststellen, dass der ORF-Beschluss zur Einstellung der Sendung kunst-stücke gesetzeswidrig ist und die Aufhebung dieser Entscheidung verfügen.

11. September 2002

Die sechswöchige Frist innerhalb der der Bundeskommunikationssenat die eingereichte Beschwerde abweisen hätte können läuft ab. Die Beschwerde wurde angenommen und wird bearbeitet.