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Antwortbrief von Landeshauptmann Stellvertreter Wolfgang Essl


Antwort auf den offenen Brief der IG BILDENDE KUNST zur Zitatergänzung auf der Gedenktafel für Theodor Herzl in Salzburg und darauf folgende Anzeige wegen Sachbeschädigung an den Künstler Wolfram P. Kastner, der mit dieser Kunstaktion gemeinsam mit weiteren KünstlerInnen auf eine Manipulation von Geschichte aufmerksam gemacht hat.

Salzburg, 13.2.2002

Betrifft: Betrifft: Herzl-Zitatergänzung in Salzburg


Sehr geehrte Frau Koweindl!

Unter Bezug auf Ihr Schreiben vom Februar 2002 darf ich Ihnen folgendes mitteilen:

Am 18. Juli 2001 wurde durch den Bürgermeister der Landeshauptstadt-Salzburg Dr. Heinz Schaden, die feierliche Enthüllung der Gedenktafel für Dr. Theodor Herzl in Anwesenheit des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Hofrat Marco Feingold, vorgenommen. Seitens des Landes Salzburg hat kein Vertreter an dieser Feier teilgenommen. Die Beteiligung des Landes Salzburg hat sich lediglich auf die Zustimmung zur Anbringung einer Gedenktafel durch die Stadt Salzburg erstreckt. Den diesbezüglichen Antrag stellte der Bürgermeister der Landeshauptstadt-Salzburg. Eine Einflussnahme auf Gestaltung und Inhalt ist durch das Land nicht erfolgt; dies lag ausschließlich in der Verantwortung der Stadt Salzburg.

Die Beurteilung der Frage, ob und in wie weit der bildende Künstler, Herr Wolfram P. Kastner, rechtswidrig gehandelt hat, obliegt dem ordentlichen Gericht.

Mit herzlichen Grüßen

Wolfgang Essl