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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Austrian Social Forum

Aufruf zur Teilnahme am Sozialforum und Einladung zum Seminar "(Ent)Solidarisierungsprozesse und (Re)Politisierungsprozesse"


(25.5.2003, Einladung und Aufruf) Von 29. Mai bis 1. Juni 2003 wird das erste Austrian Social Forum (ASF) in der Salzburger Stadt Hallein stattfinden. Sozialforen sind keine Organisationen sondern Veranstaltung, sozialer Raum und breite Diskussionsplattform: Ein offenes Forum der Zivilgesellschaft, in dem sich Netzwerke, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen einbringen, die eine Alternative zur herrschenden neoliberalen Globalisierung wollen, für gleiche soziale und politische Rechte eintreten und sich gegen Krieg als "Konfliktlösung" wenden und auf dieser Basis beim ASF gemeinsam Ideen für eine andere Welt entwickeln wollen. Das ASF ist das österreichweite Pendant zum World Social Forum bzw. zum European Social Forum. Sozialforen stehen unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" und verstehen sich als Gegengewicht zur neoliberalen Globalisierung der Konzerne.

In verschiedenen Veranstaltungsformaten (Konferenzen, Seminare, Workshops, Infotheken,...) stehen nachhaltige Entwicklung und faire Wirtschaftsbeziehungen statt Neoliberalismus, Friede und Solidarität statt Krieg, soziale Rechte und Gleichheit statt Ausgrenzung, Gleichstellung der Geschlechter statt Unterdrückung, die Überwindung struktureller Zusammenhänge zwischen dem Reichtum im Norden und der Armut im Süden auf dem Programm. Abendveranstaltungen und Nachtgespräche (themengebundene runde Tische) ergänzen das Tagesprogramm, die Veranstaltung endet mit einem großen Plenum am 1. Juni 2003.  Um auch Aspekte und Erfahrungen aus dem Kunst- und Kulturgeschehen in das ASF einzubringen sowie die Situation von Kunst- und Kulturschaffenden mitzudenken, gleichzeitig aber auch den Blick über diesen Tellerrand hinaus zu werfen, haben die Interessensvertretungen IG Kultur Österreich, IG Freie Theaterarbeit und IG BILDENDE KUNST gemeinsam ein Seminarangebot erarbeitet. Die drei Interessenvertretungen laden zur Teilnahme an folgendem Seminar ein:

(Ent)Solidarisierungsprozesse und (Re)Politisierungsprozesse

Donnerstag, 29.5.2003 von 14.30 bis 17.30 Uhr
Ort: Alte Schmiede, Perner-Insel, 5400 Hallein

Kurzbeschreibung:
In der kapitalistischen Gesellschaft scheinen Formen gelebter Solidarität und Gemeinschaftsfähigkeiten abzunehmen. Der Zugewinn an individueller Autonomie und die Individualisierung von Lebensentwürfen führen auch zu einer Verdrängung der Individuen aus sozialen Milieus. Mit der Schwächung solidarischer Bindungen vergrößern sich die Ungleichheiten, und die Teilhabe an politischen Prozessen vermindert sich. - Wir wollen in diesem Seminar folgenden Fragen nachgehen: Welche Konzepte können entwickelt werden, um den Entsolidarisierungsprozessen in der Gesellschaft entgegenzutreten? Wo liegen die Chancen? Wo gibt / gab es Politisierungsmomente und welcher Zusammenhang besteht zwischen nationaler Politik und Sozialkapital?

Impulsreferat:
Dr. Barbara Wicha (Institut für Politikwissenschaften, Universität Salzburg)

Kontakt / Rückfragen:
Gabi Gerbasits, IG Kultur Österreich
Tel. +43 (0)1 503 71 20
Email: office(at)igkultur.at