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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Arbeit ohne Papiere, ... aber nicht ohne Rechte!


Antirassistische Plakate zu Arbeits- und Sozialrechten von Migrant_innen ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere. Von 7.8. bis 22.9.2014 in den Schaufenstern der IG BILDENDE KUNST. 


„Lohnarbeit von Migrant_innen ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere ist unsicher, schlecht bezahlt und gefährlich. Wir sprechen dabei von undokumentierter Arbeit.“, erklärt UNDOK, die Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender. Auch wenn viele Migrant_innen keinen oder lediglich einen eingeschränkten Arbeitsmarktzugang haben und Arbeitgeber_innen diese Situation ausnutzen, so bedeutet das noch lange nicht, dass keine Arbeits- und Sozialrechte gelten. Doch diese Rechte tatsächlich einzufordern, ist in der Praxis nicht so einfach. 

Im Juni hat daher UNDOK eröffnet. Die Mitarbeiter_innen von UNDOK informieren undokumentierte Arbeitnehmer_innen über ihre Rechte, beraten kostenlos in mehreren Sprachen und bieten – stets mit Blick auf die aufenthaltsrechtliche Situation – Unterstützung, um Arbeits- und Sozialrechte gegenüber Arbeitgeber_innen einzufordern und wenn nötig auch vor Gericht durchzusetzen.

Zu wenig oder keinen Lohn erhalten? Accident at work or sick? Hiç iznin yok mu? 14 heures de travaillées – 8 de payées? Ti imaš prava – iako nemaš papire!

Auch die IG BILDENDE KUNST ist bei UNDOK aktiv. „Schließlich müssen sich auch Künstler_innen ohne EU-/EWR-Pass mit Einschränkungen am formellen Arbeitsmarkt herumschlagen und geraten in die Situation, un(ter)dokumentiert zu arbeiten, um ihre Existenz zu sichern.“, so Vasilena Gankovska, Vorsitzende der IG BILDENDE KUNST: „Ebenso sind Studierende, Asylwerber_innen und viele andere Migrant_innen in jeweils unterschiedlicher Form betroffen. Dieser strukturellen Diskriminierung wollen wir als Interessenvertretung im Kontext von UNDOK gemeinsam etwas entgegensetzen.“

Bei UNDOK geht es schließlich nicht bloß um kompetente Einzelfallberatung. Die Förderung der (Selbst-)Organisierung von undokumentierten Kolleg_innen ist ebenso ein wichtiges Anliegen wie Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Verbesserung der sozialen Lage von undokumentiert Arbeitenden. So soll letztlich die Position aller Lohnabhängigen gestärkt werden.

UNDOK ist eine Initiative von Gewerkschaften (GBH, GPA-djp, PROGE, vida), der Arbeiterkammer Wien, der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH Bundesvertretung), NGOs sowie selbstorganisierten Migrant_innenorganisationen und antirassistischen Aktivist_innen. UNDOK  ist als Verein organisiert, die Anlaufstelle hat ihren Sitz in Wien in den Räumlichkeiten des ÖGB (Österreichischer Gewerkschaftsbund). Zu den Öffnungszeiten sind Beratungen in den Sprachen Deutsch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Spanisch und Türkisch möglich. Beratungen in weiteren Sprachen können auf Anfrage vereinbart werden.

Plakatserie in den Fenstern der IG BILDENDE KUNST

Mit der diesjährigen antirassistischen Plakatserie in den Fenstern der IG BILDENDE KUNST sollen Passant_innen in verschiedenen Sprachen auf die Rechte bei un(ter)dokumentierter Arbeit und das Angebot von UNDOK aufmerksam gemacht werden. Die Plakate sind bis 15.9.2014 in den Fenstern und Schaukästen an der Fassade der IG BILDENDE KUNST zu sehen. (1060 Wien, Gumpendorfer Straße 10-12)

Grafikdesign: Toledo i Dertschei
Layout für diese Plakatserie: Petja Dimitrova 


Mitglieder und Kooperationspartner_innen von UNDOK
■ Arbeiterkammer Wien
Asylkoordination Österreich
Alternative und Grüne GewerkschafterInnen (AUGE)
Gewerkschaft der Privatangestellten Druck – Journalismus – Papier (GPA-djp)
Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen
Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)
Helping Hands
■ IG BILDENDE KUNST
LEFÖ
LEFÖ IBF – Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel
MEN
Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB),
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
PrekärCafé
Produktionsgewerkschaft (PROGE)
Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB (UG)
Piramidops Frauentreff
vida

(Foto: Christa Zauner)
(Foto: Christa Zauner)
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