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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Visa im Kulturbereich:
Immer schwieriger, immer aufwändiger oder geht es auch anders?


Workshop über Strategien und Praxisansätze zur Visaerleichterung für Kulturschaffende

(Wien, 6.6.2014 von 10 bis 13 Uhr)


Kunst lebt von internationalen Kontakten, von Grenzüberschreitungen und von der Begegnung in unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Kontexten - und damit auch von der persönlichen Mobilität von Kulturschaffenden. In der Praxis wird der internationale Kulturaustausch jedoch oft zum behördlichen Hürdenlauf, insbesondere für KünstlerInnen, die aus Staaten außerhalb der Europäischen Union kommen wollen. Als visumspflichtige_r Künstler_in nach Österreich zu kommen oder eineN visumspflichtigeN KünstlerIn erfolgreich nach Österreich einzuladen, bedeutet immer wieder einen enormen Aufwand mit ungewissem Ausgang auf sich zu nehmen. Und nicht selten lautet das Ergebnis: "Wegen unlösbarer Visaschwierigkeiten leider abgesagt."

Theoretisch gelten für Österreich und alle andere Schengenstaaten die gleichen Rechtsgrundlagen: Seit 2009 gibt es den sogenannten EU-Visakodex, der Verfahren und Voraussetzungen für kurzfristige Aufenthalte im Schengenraum regelt. Seit 2007 ist die UNESCO-"Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" bindend, die die EU und ihre Mitgliedstaaten zur Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität von KünstlerInnen verpflichtet - auch im Bereich Visa. Wie diese Vorgaben in der Praxis umgesetzt werden, divergiert jedoch von Staat zu Staat erheblich.

Der erste Teil des Workshops geht der Frage nach, welche Ansätze zur Visaerleichterung für Kulturschaffende es gibt: Welche Maßnahmen setzen Verwaltung und/oder Kulturschaffende in anderen EU-Mitgliedstaaten? Wie bewähren sich diese in der Praxis? Birgit Ellinghaus (alba Kultur, Deutschland) und Fabinne Bidou (Zone Franche, Frankreich) berichten über good-practices und Erfahrungen in Deutschland und Frankreich. Der zweite Teil des Workshops ist der Diskussion möglicher Strategien und Handlungsempfehlungen, die sich für Österreich ableiten lassen, gewidmet. Impulse für die Diskussion liefern Petja Dimitrova (IG BILDENDE KUNST, Österreich), Gabriele Eschig (Österreichische UNESCO-Kommission) sowie die internationalen Gäste, Birgit Ellinghaus und Fabienne Bidou. Der Workshop findet in Deutsch und Englisch statt.

Zu Gast im Workshop:
Petja Dimitrova (IG BILDENDE KUNST, Österreich)
Birgit Ellinghaus (Direktorin alba Kultur, Deutschland)
Fabienne Bidou (Direktorin Zone Franche, Frankreich)
Gabriele Eschig (Generalsekretärin Österreichische UNESCO-Kommission)

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an Akteur_innen des österreichischen Kulturlebens, die mit der Visabeschaffung für Künstler_innen aus EU-Drittstaaten konfrontiert sind und an einem Austausch über Praxisansätze und Strategien zur Visaerleichterung interessiert sind.

Anmeldung:
Bei Teilnahme am Workshop ersuchen wir um Anmeldung bis 2.6. 2014 per E-Mail an gimpel (at) unesco.at. Beschränkte Teilnehmer_innenzahl!

Veranstaltungsort:
IG Architektur, Gumpendorferstraße 63B, 1060 Wien
Freitag, 6.6.2014, 10 - 13 Uhr

Konzeption und Organisation:
Yvonne Gimpel (Österreichische Kontaktstelle für das UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen)

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Vielfalt (ARGE) - Österreichische UNESCO-Kommission in Kooperation mit IG BILDENDE KUNST und VIDC (Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation).