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Die IG BILDENDE KUNST ist die Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Dokumentation

Prekäre Streifzüge & die Geschichte der IG BILDENDE KUNST


Im Rahmen der WIENWOCHE (21.9. bis 7.10.2012) entwickelte das PrekärCafé das Projekt „wien prekär – Streifzüge durch Prekarisierung und Organisierung“: „Was kann Prekarisierung bedeuten? Ist sie nur Entmächtigung, Individualisierung und Erschöpfung? Oder beschreibt sie auch einen Zustand, aus dem heraus wir gemeinsam handeln können?“

Dazu wurden Erzählungen gesammelt und Rundgänge abgehalten. Die dritte Tour am 6. Oktober führte u.a. auch zur IG Bildende Kunst, wo seither eine Klanginstallation vor dem Eingang über einige der gesammelten Erzählungen informiert.

Bei der Tour selbst machten die Teilnehmer_innen Station in der IG BILDENDE KUNST und erfuhren in einem kurzen Statement von der Gründungsgeschichte der IG , in der es von Anfang an um soziale Absicherung und Protest gegen Prekarisierung von Künstler_innen und Ökonomisierung von Kunst ging. Manche der Forderungen aus den ersten Jahrzehnten sind dabei bis heute nicht erfüllt, vieles jedoch konnte durch den Zusammenschluss in einer Interessengemeinschaft erkämpft werden!

Die Touren samt den Gesprächen, die dabei geführt wurden, wurden live auf Radio Orange 94.0 übertragen und können – wie auch die gesammelten Erzählungen – hier nachgehört werden: http://wien.prekaer.at/

Foto: Verena Melajero Weinandt

Videobotschaft

Sehr geehrte Frau Ministerin Schmied!


Seit 11.1.2007 ist Claudia Schmied Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur. Fast fünf Jahre später, am 11.11.2011, hat die Ministerin diverse Interessenvertretungen von Kunst- und Kulturschaffenden zu einer zweistündigen Gesprächsrunde eingeladen - für viele der über zwanzig eingeladenen Interessenvertreter_innen erstmals ein Termin, um der Ministerin ihre Arbeit und Anliegen vorzustellen. Folgende Fragen sollten im Vorfeld beantwortet werden: "Wir sind: .... Wir vertreten: .... Unsere wichtigsten Anliegen sind: ..." Die IG BILDENDE KUNST nahm die Gelegenheit wahr, zentrale kulturpolitische Forderungen in Form einer Videobotschaft auf den Punkt zu bringen.
(Schnitt: Iman Ithram)
Videobotschaft der IG BILDENDE KUNST (11.11.2011)

Nächste rassistische Gesetzesverschärfungen

Sprengt das FEKTERrechtspaket!


Wir haben es satt: Jahr für Jahr lassen sich irgendein_e Innenminister_in und ihre Mitregierenden neue Ausschluss- und Repressionsmechanismen einfallen, um allen, denen kein EU/EWR-Pass in die Wiege gelegt wurde, das Leben in Österreich so prekär wie nur möglich zu gestalten bzw. ein Leben in Österreich erst gar nicht zuzulassen. Danke, SPÖVP!
Doch Migrant_innen organisieren sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung: in Wien erstmals anlässlich des Transnationalen Migrant_innenstreiks am 1. März.
Pressemitteilung der IG BILDENDE KUNST (22.2.2011)
1. März - Transnationaler Migrant_innenstreik

 

"KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz": Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.


Zwei Neuerungen sollen mit dem "KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz" geregelt werden: 1. in der SVA angesiedelte Servicezentren, die institutionenübergreifend (GKK, KSVF, AMS) bei Fragen und Anträgen Auskunft geben und zT in der Abwicklung unterstützen; 2. die Möglichkeit, die künstlerische Tätigkeit bzw. die daraus resultierende Pflichtversicherung ruhend zu melden. Letzteres zielt darauf ab, Bezug von Arbeitslosengeld durch klar abgrenzbare erwerbslose Phasen, zu möglichen. Fazit: Zwei wichtige Maßnahmen. Das Ziel jedoch, die soziale Lage der Künstler_innen grundsätzlich zu verbessern ist noch fern.
Stellungnahme der IG BILDENDE KUNST zum Gesetzesentwurf (4.8.2010) [PDF, 97KB]

 

Solidarisierung Kunst-, Kultur- und Medienschaffender

Für ein gutes Bildungssystem für alle!


Forschung und Lehre, Wissenschaft und Kunst sind frei - so steht es zumindest in der Verfassung. Realität war es nie so ganz. Nach Jahrzehnten des offenen Formulierens ist es jetzt aber sogar soweit, dass dem ganz offen widersprochen wird: Bezahlt wird, was sich ökonomisch rentiert. Der Rest ist frei - von Finanzierung. Der Kulturrat Österreich hat eine Solidaritätserklärung initiiert, die zahlreiche Organisationen von Kunst-, Kultur und Medienschaffenden - wie auch die IG BILDENDE KUNST - unterstützten.
Pressemitteilung des Kulturrat Österreich (28.10.2009)
Forderungen der anti-sexistischen Frauen*-AG (27.10.2009)
Gesamtgesellschaftliche Einbettung und Forderungen (27.10.2009)

 

Transparent an der Fassade der IG BILDENDE KUNST (Foto: Eva Egermann)

Akademie der bidenden Künste Wien: Streik und Besetzung

Freie Bildung für alle! Re-Demokratisierung der Universitäten!


Seit zwei Tagen sind Studierende und Lehrende im Streik und haben die Akademie der bildenden Künste Wien besetzt. Die IG BILDENDE KUNST erklärt sich solidarisch mit den Streikenden: Gegen Ökonomisierung und Privatisierung im Bildungsbereich: Universitäten müssen mit öffentlichen Mitteln ausreichend finanziert werden! Für die Re-Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen und die bedingungslose Abschaffung von Studiengebühren! Gegen Zugangsbeschränkungen jeder Art! Keine Unterzeichnung von Leistungsvereinbarungen gegen die Interessen der Betroffenen!
Pressemitteilung der IG BILDENDE KUNST (22.10.2009)

 

Bündnis gegen Polizeigewalt - Für Demonstrationsfreiheit!


(8.5.2009) Während in Wien anlässlich des 10. Todestages von Marcus Omofuma eine antirassistische Demo stattfand, wurde in Linz zur alternativen 1. Mai-Demo aufgerufen, die sich auch explizit gegen Nazis richtete. Kurz nach Demonstrationsbeginn hat die Polizei den Demozug eingekesselt und später einige Demonstrant_innen verprügelt. Die IG BILDENDE KUNST unterstützt das Bündnis, das diesen Polizeieinsatz verurteilt: „Wir fordern die lückenlose Aufklärung des Polizeieinsatzes, die sofortige Einstellung der Verfahren und die Rückkehr zu demokratischen Spielregeln und Demonstrationsfreiheit.“
Demobericht Wien
Demobericht Linz
Bündnis gegen Polizeigewalt - Für Demonstrationsfreiheit!

 

Publikation

Freiheit und Prekarität


(2.4.2009) Die in diesen Reader versammelten Texte bauen auf den Inhalten der Präsentationen, Vorträge und Workshops der zweitägigen feministischen Veranstaltung Freiheit und Prekarität auf. Die Texte der Referentinnen greifen ausgelöste Debatten des Vernetzungstages und Symposiums auf, vertiefen einzelne Aspekte und halten (erste) Diskussionsergebnisse fest. Mit Textbeiträgen von Juliane Alton, Petja Dimitrova, Marty Huber, Daniela Koweindl, Roswitha Kröll, Sabine Prokop, Jo Schmeiser.
Freiheit und Prekarität: Reader

 

Studie 2008: Soziale Lage Künstler_innen

Handeln statt Schweigen!


Die vom BMUKK in Auftrag gegebene Studie zur sozialen Lage der Künstler_innen offenbart eine dramatische Armut: 37% leben von einem Jahresgesamteinkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Die Zahlen und Fakten des Rohberichts sind alarmierend und zeigen dringenden Handlungsbedarf statt Stillschweigen über die Ergebnisse der Studie. Der Kulturrat Österreich ruft die verantwortlichen Politiker_innen auf, Position zu beziehen und endlich mit der längst überfälligen Arbeit an der Verbesserung der sozialen und ökonomischen Lage von Kunstschaffen zu beginnen - unter Einbeziehung der Interessenvertretungen!
Pressegespräch des Kulturrat Österreich (22.9.2008)

 

Positionspapier

Freiheit der Kunst! Und Bleiberecht für alle!


Die IG BILDENDE KUNST fordert: Keine Beschränkung auf vorübergehenden Aufenthalt für Künstler_innen ohne EU/EWR-Pass. Stopp der systematischen Diskriminierung von Migrant_innen aufgrund von Beruf, Einkommen und Staatsbürger_innenschaft. Gleiche Rechte für alle!
Positionspapier der IG BILDENDE KUNST