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POOLBAR-FESTIVAL und KUNSTWETTBEWERB


DAS GEGENTEIL SACHDIENLICHER TRANSFORMATION
2.7. – 22.8. 2010

poolbar-Kunststücke: Die Siegerprojekte sind gekürt!
„Hack Attack“, „Ruf an!“ und „eingespielt“ – so lauten die Titel der Projekte, die den gemeinsam vom poolbar-Festival und der IG Bildende Kunst ausgeschriebenen Kunstwettbewerb zum Thema „Das Gegenteil einer sachdienlichen Information“ bei der öffentlichen Jurysitzung am 8. März im Kunsthaus Bregenz für sich entschieden haben. 

Die Jury (der kurzfristig für die erkrankte Kirsten Helfrich eingesprungene Bildhauer Roland Adlassnigg von der IG Bildende Kunst, Winfried Nussbaummüller vom Kunsthaus Bregenz und Herwig Bauer vom poolbar-Festvial) freute sich über die fruchtbare Diskussion, zu der das äußerst engagierte Publikum durch kritische Wortmeldungen wesentlich beitrug.

Die drei Siegerprojekte im Detail
„Hack Attack“, eingereicht von Tobias Maximilian Schnell, will das Gegenteil einer sachdienlichen Information durch Transformation erreichen und wird dies an der für das poolbar-Publikum wohl wichtigsten Informationsquelle – www.poolbar.at – demonstrieren. „Hack Attack“ wird die Startseite der poolbar-Homepage in Braille-Schrift übersetzen. Die sachdienlichen Informationen sind dann nur mehr fühlend zu erkennen – doch Displays von Rechner oder iPhone verhindern dies.

„Ruf an!“, eingereicht von Gerald Zahn und Anita Land, erreicht das Gegenteil der sachdienlichen Information durch eine Kontextverschiebung: Einzelne Zahlen der nächtens im TV gezeigten Erotik-Werbespots werden aus ihrem Umfeld genommen und zu einer einzigen, endlos langen Telefonnummer addiert. Es entsteht eine Toninstallation, die im öffentlichen Raum ihre Wirkung entfaltet. Und die ist vieles, aber sicher nicht mehr sachdienlich.

„eingespielt“, eingereicht von Ingrid Pröller, nimmt direkt Bezug auf die poolbar-Architektur, die Quelle des Themas. Mittels farbiger Klebebänder verweist „eingespielt“ auf die ursprüngliche Funktion des Alten Hallenbads, dem Werk Walter Bossharts, der das Gebäude in erster Linie für Schwimm- und Leibesübungen entwarf. Fragmente von Spielfeldmarkierungen werden zu Erinnerungsspuren, die sich auf der diesjährigen poolbar-Architektur niederlassen – es entstehen bewusste Raum- und Bedeutungsirritationen.

Alle zugelassenen Einreichungen sind in der poolbar-Kunst-Galerie zu sehen.

Sag uns, was du anziehend findest
Während die Siegertreppchen in Sachen Architektur und Kunst bereits bestiegen wurden, bleibt es beim poolbar Style noch eine Weile spannend, denn der Publikumspreis für T-Shirts und Taschen ist noch zu vergeben.

Jede/r hat bis zum 22. Mai Gelegenheit, insgesamt zehn Punkte an das oder die jeweiligen Lieblingsdesigns zu vergeben. Wer eine/n bestimmte/n DesignerIn noch wirkungsvoller unterstützen möchte, reist am besten nach Wien zur poolbar mit pratersauna: Vor Ort zählen die vergebeben Punkte 10-fach.

Alle Information rund ums poolbar-Festival finden sich wie gewohnt auf www.poolbar.at.


Das poolbar-Festival ist nicht nur Festival, Wohnzimmer und Club, sondern auch ein Kristallisationspunkt für diverse "Austäuschungen". Kunst ist dabei integraler Teil der Alltagskultur. Neben z.B. Veranstaltungen, Architektur, Grafik, Mode, Diskussions- und Lebenslust stellt "die Kunst" somit eine selbstverständliche (nicht oktroyierte) Komponente des Festivals dar. 

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