IG Bildende Kunst Logo
Die IG BILDENDE KUNST ist die Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

Solidarisieren, Mitglied werden, Vorteile genießen!

POOLBAR-FESTIVAL und KUNSTWETTBEWERB


GRUNDEINKOMMEN - ARBEIT UM JEDEN PREIS?

30.6. bis 14.8. 2007

Das poolbar-Festival und die IG BILDENDE KUNST veranstalteten auch 2007 im Zuge des poolbar-Festivals einen offenen Kunstwettbewerb.
Die Jury hat zwei Projekte zur Realisierung ausgewählt:

Roadshow: Mehr Arbeitslose braucht das Land!
Ein Projekt der AMS Aktiven Arbeitslosen. In entspannter Atmosphäre mit  Liegestuhl und Sonnenschirm sollen die Leistungen des AMS den arbeitenden Menschen näher gebracht und neue MitarbeiterInnen an den kommenden paradiesischen Zuständen durch Unterzeichnung vorgefertigter Kündigungsformulare gewonnen werden: Das AMS, "Österreichs größte Firma (...) sichert mit seinem stetigen Wachstum die Gewinne der florierenden Wirtschaft und schafft nebenbei unausweichlich die Voraussetzungen des bedingungslosen Grundeinkommens. Zu den besonderen Leistungen des  Mitarbeiterbindungsprogramms des AMS gehören zahllose Sinnloskurse und bürokratische Schikanen, mit denen die Zerstörung der Arbeitsfähigkeit garantiert wird." Beim poolbar-Festival werden verschiedene stets laufende sowie kommende Aktionen und Programme vorgestellt.

 "beim Arbeitsamtstermin erinnerte ich nicht einmal mehr, dass ich mal gearbeitet hatte ..."
Ein Projekt von workstation - Ideenwerkstatt Berlin. Seit fast zehn Jahren setzt sich workstation mit dem Spannungsfeld von Arbeit und Arbeitslosigkeit auseinander und engagiert sich für eine Entzerrung und Erweiterung des Arbeitsbegriffs: "Initiiert durch die Wiener Wochenklausur im Jahr 1998, engagieren wir uns für die Entzerrung und Erweiterung des Arbeitsbegriffs. Tun was gefällt, verantwortlich sein für das, was dann geschieht oder nicht  geschieht (...). Bedingungsloses Grundeinkommen bietet gegenwärtig zumindest  die gedankliche Zielvorstellung, wie wir aus dem lobbyistisch gewollten Dilemma von Existenzsicherung und gesellschaftlicher Teilhabe nicht aller, herauskommen können. Rechnerisch ließe es sich machen, die Schwierigkeiten  der Umsetzung werden bei allen Beteiligten eher in der persönlichen physischen und/oder mentalen Aneignung des Konzepts liegen."
Der Beitrag von workstation beim poolbar-Festival stellt sieben Positionen in den öffentlichen Raum, welche sich mit Chancen, Machbarkeiten und Schwierigkeiten der Realisierung von Grundeinkommen in der Gesellschaft auseinander setzen.

Die Auswahl der Projekte erfolgte durch Kurator Markus Grabenwöger, die Geschäftsführung des poolbar-Festivals und den Vorstand der IG BILDENDE KUNST. Die Jury bedankt sich bei allen Wettbewerbs-TeilnehmerInnen für ihre Einreichungen.

Das poolbar-Festival ist nicht nur Festival, Wohnzimmer und Club, sondern auch ein Kristallisationspunkt für diverse "Austäuschungen". Kunst ist dabei integraler Teil der Alltagskultur. NebenVeranstaltungen, Architektur, Grafik, Mode, Diskussions- und Lebenslust stellt "die Kunst" somit eine selbstverständliche (nicht oktroyierte) Komponente des Festivals dar.