IG Bildende Kunst Logo
Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

Solidarisieren, Mitglied werden, Vorteile genießen!

Vorstandsprojekt

A call to save: the safe place!
  
Ausstellung zum Thema Kunst & Geld im Rahmen der Kampagne
pay the artist now!

Künstlerinnen: Anna Vasof, Sattva Giacosa

Kuratiert von Carla Bobadilla

24. November 2018 – 25. Januar 2019

Eröffnung: 23. November, 19.30 Uhr


Warum es so wichtig ist, gerade in ökonomischen und politischen Krisenzeiten, dass bildende Künstler*innen ihre Arbeit bezahlt bekommen? Die Gefahr, dass prekäre Positionen aufhören Kunst zu produzieren kann sich keine Regierung und auch keine Gesellschaft, die an ihre selbstkritischen Fähigkeiten noch glaubt, leisten. Im Rahmen der Kampagne pay the artist now! präsentiert die Ausstellung künstlerische Positionen, die nach strategischen Lösungen zu folgenden Fragen suchen:
  
★ Wie kommen durch intersektionale Gründe prekarisierte Subjekte zu ihrer angemessenen Bezahlung?
★ Wie verhandle ich ein Honorar, das nicht nur die Produktionskosten abdeckt, sondern auch die Zeit für die künstlerische Forschung?

Oft ist es so, dass Kunstinstitutionen Produktionskosten übernehmen, gleichzeitig werden Honorare „vergessen“. Warum denken Kunstarbeitgeber*innen, dass das künstlerische Wissen NICHT in den Kosten der Ausstellung einkalkuliert werden muss? Wer sonst soll diese Kosten, die in der Zeit der künstlerische Auseinandersetzung entstehen, übernehmen: Die Familie, ein Brotjob, ein Kredit?

Einen weiteren Einblick in die Problematik gibt uns Sheri Avraham (Vorstandsmitglied der IG BILDENDE KUNST) in einem Kommentar für die KUPF Zeitung, in dem sie dringlich hervorhebt, dass es nicht nur ein finanzielles Problem ist, sondern auch ein Klassen-Habitus der bürgerlichen Gesellschaft, der sehr von der Herkunft geprägt ist: Lottogewinn oder Familienerbe? 


Anna Vasof und Sattva Giacosa werden für die Ausstellung anhand dieser Problemstellung künstlerische Arbeiten präsentieren.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Idee und Konzept: Carla Bobadilla und Jelena Micić
Künstlerische Gestaltung: Jelena Micić (kültüř gemma! Fellow 2018)
Cover: Jelena Micić, Putzmalerei, 2018, Auflage 100 Stk.

 

A call to save: the safe place!


Exhibition as part of the campaign pay the artist now!, initiated by IG BILDENDE KUNST

Why is it important in times of economic and political crisis that visual artists are being paid for their work? No society can afford that precarious artistic positions drop out their work. The exhibition shows in the context of the campaign PAY THE ARTIST NOW! the works of two artists, who are in search of strategic solutions as well as answers to the following questions: how persons forced into precarity due to intersectional reasons can come to their proper payment? How do I negotiate an artist fee, which does not cover only the production costs, but also the time of the artistic research? 

The exhibition will be accompanied by a publication.
Concept: Carla Bobadilla and Jelena Micić
Art direction and cover: Jelena Micić (kültüř gemma! Fellow 2018)



 

 

Credits: Toledo i Dertschei
Anna Vasof
Sattva Giacosa
Publikation zur Ausstellung, Cover: Jelena Micić, Putzmalerei, 2018