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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Mitgliederprogrammreihe

SALON IG

 

Salon IG sind wöchentliche Präsentationen und Veranstaltungen von Mitgliedern der IG BILDENDE KUNST: Im Fokus dieses Formates steht nicht primär das Ausstellen der eigenen künstlerischen Arbeit, sondern die Vorstellung und Diskussion eigener Ideen und Projekte - sowohl im Entstehungsprozess als auch realisiert.

Auch in dieser Ausgabe des Salons lädt die IG zu jeder Präsentation eine Kuratorin/einen Kurator bzw. eine Kunstkritikerin/einen Kunstkritiker als Gast ein, die/der mit der Künstlerin/dem Künstler in einen Dialog geht, Fragen stellt, moderiert und mit dem Publikum diskutiert. Somit wird eine Gesprächssituation zwischen der Künstlerin/dem Künstler und einer Kuratorin/einem Kurator hergestellt.

Wir freuen uns für die diesjährige Ausgabe vom Salon IG Christa Benzer und Andreas Spiegl als Gesprächspartner_innen begrüßen zu dürfen.


Programm

Mi 8.6. Ingrid Gaier im Gespräch mit Andreas Spiegl

"weitermachen!"

In ihrer Präsentation wird uns Ingrid Gaier von ihrem aktuellen Projekt erzählen, dessen Schauplatz eine leere, heruntergekommene Wohnung in Wien, Floridsdorf ist.  23 Künstler_innen wurden eingeladen, um ortspezifisch ihre Gedanken, Ideen und Skizzen zu visualisieren, vorzutragen und den, von ihrer ursprünglichen Funktion entleerten Raum, als eine Begegnungsmöglichkeit, einen Aktionsraum, Kunstraum anzueignen. Themen wie "Wohnen" und "Hausen" in einer sich rasant wandelnden Umgebung werden so mit künstlerischen Mitteln verhandelt und regen zum Nachdenken an. 

An drei Samstagen, dem 30. April, 21. Mai und 11. Juni 2016 von 11h-15h wird mit den Räumen „weitergemacht“ und zum poetischen Akt mit Nahrhaftem geladen, bevor sich seine Nutzung wieder verändert. (Gaier)

Di 14.6. Gerda Lampalzer im Gespräch mit Andreas Spiegl

Randsprünge

Medien Kunst Denken

Gerda Lampalzer beschäftigt sich in ihrer Publikation "Randsprünge" mit dem Begriff der künstlerischen Forschung/artistic research. Das Projekt  vermittelt auch, wie ihre eigene Form der künstlerischen Produktion entsteht. Dazu entwickelte Lampalzer gemeinsam mit Manfred Oppermann  im Jahr 2005 ein Performance Lecture Format, das sich - ausgehend vom Gedanken "the Backside of Production" - unter verschiedenen Fragestellungen (z.B. Wahrnehmung, Medienreflexion, etc.) ständig weiterentwickelt. Für die Präsentation im Rahmen von Salon IG 2016 wird die konzeptuelle Arbeit an der Publikation "Randsprünge" vorgestellt und damit die Frage verbunden, „wie artistic research abseits von institutioneller Fixierung (Drittmittelfinazierung von Universitäten etc.) eine kritische und emanzipatorische Relevanz haben kann." (Lampalzer)

Mi 22.6. Nicole Prutsch im Gespräch mit Andreas Spiegl

Vom Körper zum Bild- vom Bild zum Körper. Arbeiten mit wissenschaftlicher Methodik

Wie kann ein Gegenstand, ein Gefühl oder eine Abweichung außerhalb gewohnter Methoden visualisiert werden? Wieweit lassen sich Körper und Geist der Wissenschaft/Technik unterwerfen? Welche Beispiele finden wir hierfür in der Geschichte und Gegenwart?  Diese Fragen beschäftigen Nicole Prutsch in ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre Praxis beinhaltet umfangreiche Forschung, geführt von einem Interesse an Kontrollsystemen und deren Instanzen. Dabei unternimmt sie oftmals Translationen von einem Maß in ein anderes.   Durch diese Übersetzungen entstehen schließlich neue (Körper-) Bilder:   codierte Informationsträger physischer und psychischer Zustände. In ihrer Lecture möchte sie Recherchematerial zu ihrer Arbeit (Literatur, Video, Photos), präsentieren und zur Diskussion stellen.

How to create objects out of a contextual network situation
Wie Ideenfindung und Konzeption von Projekten mit dem kontextuellen Netzwerk der Arbeiten von Rainer Prohaska zusammenhängen

Die Lecture 'How to create objects out of a network situation' beschreibt die Zusammenhänge  der vielschichtigen Arbeiten im Gesamtwerk des Künstlers, die sich mit alltäglichen Prozessen wie 'Mobilität', 'Konstruktion und Bauen',  'Erzeugen von Energie', 'Nahrungsmittel-Herstellung' und ähnlichem beschäftigt. Im Rahmen eines 'Live-Entwerfens' wird die gegenseitige  Befruchtung des im Titel beschriebenen 'Kontextual Network' und die daraus entstehenden Früchte (konkrete Arbeiten und Objekte) gezeigt und im Anschluss diskutiert.  (Rainer Prohaska)

Di 5.7. Anastasiya Yarovenko im Gespräch mit Christa Benzer

The Trap of Habit

Die Künstlerin Anastasiya Yarovenko spricht über ihre Teilnahme am 6th Biennale der zeitgenössischen Kunst in Moskau. Zwischen dem 22. September und 1. Oktober 2015 zeigte sie dort ihre Arbeit "The Trap of Habit". Dafür verwendete sie Teppiche aus der Sowjetzeit, die in Form einer Tür-Falle im Ausstellungsraum arrangiert wurden. Die Künstlerin war während der Biennale anwesend und bot täglich ihren Creative Writing Kurs unter dem Titel "This and Other Important News" für die Besucher_innen.


Weitere Informationen zur Präsentation

 

Beginn jeweils um 19 Uhr



Christa Benzer
ist Redaktionsmitglied der Kunstzeitschrift springerin und freie Mitarbeiterin der Tageszeitung Der Standard. Sie schreibt für internationale Kunstmagazine wie Metropolis m, Bidoun, Contemporary Practices, Texte zur Kunst. Sie ist Mitherausgeberin der Publikation Continuing Dialogs – A Tribute to Igor Zabel und hat 2009 die Videoreihe 13 Lessons in Performance Art mitkuratiert. Sie lebt in Wien.



Andreas Spiegl 
*1964, studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und unterrichtet seit 1990 am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien, an der auch von 2003 bis 2011 das Amt des Vizerektors für Lehre und Forschung inne hatte. Derzeit leitet er dort das Institut für Kunst-und Kulturwissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte verknüpfen  raumtheoretische Fragen mit Subjekt- und Medientheorien. Zahlreiche Publikationen zu Kunst, Kunst- und Medientheorie. Daneben arbeitet er als freelance Kurator und Kunstkritiker.

 

 


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