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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Mitgliederprojekt

SALON IG


Eröffnung ab 30. September 2014
wöchentliche Termine
30.9./7.10./14.10./21.10./28.10.

Eine Programmreihe mit Mitgliedern der IG BILDENDE KUNST


Salon IG sind wöchentliche Präsentationen und Veranstaltungen von Mitgliedern der IG BILDENDE KUNST: Im Fokus dieses Formates steht nicht primär das Ausstellen der eigenen künstlerischen Arbeit, sondern die Vorstellung und Diskussion eigener Ideen und Projekte - sowohl im Entstehungsprozess als auch realisiert.
Das neue Format stellt dafür einen Rahmen zur Verfügung, die Galerie IG BILDENDE KUNST wird dabei zum Labor für Definitionsprozesse, zur Kommunikationsplattform und zum Ort des Austausches zwischen Mitgliedern und BesucherInnen.
An mehreren Abenden können Mitglieder der IG BILDENDE KUNST den Ort als Plattform nutzen, um für sie aktuell wichtige Fragestellungen, Projekte oder Themen einem Publikum zu präsentieren.

 


DIENSTAG, 30. SEPTEMBER 2014:

18-19 Uhr:

Stefan Malicky

Pavillion Diametral


19-20 Uhr:

Iman Ithram a.k.a Danila Mayer

Menschen in Städten - The Fateful Drama

Ungleichheit in der Stadt ist seit Anbeginn dieser menschlichen Siedlungsform Teil des Lebens in Städten. Wie kann diese im Bild repräsentiert, gebrochen und bearbeitet werden?


DIENSTAG, 7. OKTOBER 2014:

18-19 Uhr:

Petra Sterry

Fuzzy Teaching

Fuzzy Teaching (engl. fuzzy – unscharf, verschwommen) ist eine neue Unterrichtsmethode, die im Rahmen eines zweijährigen internationalen Projektes an Universitäten und Schulen eingesetzt wurde, z.B. Universiteit Antwerpen, Staatliche Universität MGU, Moskau, University of Liverpool, Universitat de València, Univerzitet "Džemal Bijedić" u Mostaru, Universität Tallinn u.a. Im Rahmen des Vortrags wird das Projekt Nadaistics vorgestellt. Mehr auf www.nadaistics.com.

19-20 Uhr:

Nisrine Boukhari

From wonder to wander

Nisrine Boukhari, Syrian artist, based in Vienna in a discussion about her artistic practices; the challenges of being a contemporary artist before and during the war, her experience as a co-founder for AllArtNow, the only independent space for contemporary arts in Syria and finally being an artist in exile, since September 2012 to date.


DIENSTAG, 14. OKTOBER 2014:

18-19 Uhr:

Christina Werner

Beam me up
Imagination im Kontext von Tourismus und Migration

Wie entstehen Imaginationen bezogen auf einen Ort bzw. ein Land? 

Was sind die geschichtlichen Hintergründe hierfür?

Welche zeitgenössichen künstlerischen Postionen zeigen diese Thematiken auf?

Anhand von geschichtlichen Hintergründen, Worterklärungen bzw. Bezügen zu anderen zeitgenössischen künstlerischen Postionen, gibt Christina Werner Einblick zum Begriff der Imagination im Kontext von touristischen und migrantischen Reisen. 

19-20 Uhr:

Doris Neidl

La Femme – Artiste

Ausgangspunkt des Projekts «La Femme - Artiste» ist ein kurzer Dokumentarfilm, indem Doris Neidl Künstlerinnen zu ihrer Situation als «Frau UND Künstlerin» befragt hat. Dafür interviewte sie Künstlerinnen verschiedener Kulturen, verschiedener Lebenssituationen und auch verschiedener Lebensalter. 

In dem Projekt «La Femme Artist» geht es ihr aber auch um den Dialog zwischen Kuenstlerinnen. Der künstlerische Austausch zwischen Biographien, Meinungen und Prozessen ist hier besonders interessant und wichtig. Nur so ist politischer Geist und Entwicklung möglich.

lafemmeartiste1.wordpress.com/about/


DIENSTAG, 21. OKTOBER 2014:

18-19 Uhr:

Juma Hauser, Paula Pfoser

Marampa Pub

"Marampa Pub" erzählt von einer österreichischen Produktionsphase im ehemals britisch-kolonialen Eisenerzbergwerk in Marampa, Sierra Leone, zwischen 1980 und 1985. Das Bergwerk in Marampa wurde Ende der 1970er Jahre von einer Tochterfirma des österreichischen Stahlproduzenten VOEST (Austromineral) übernommen. 

Zuvor war es jahrzehntelang von einer britisch kolonialen Firma (DELCO) betrieben worden, auf deren strukturellem und materiellem Erbe sich die österreichische Firma niederließ. Für den Großteil der österreichischen Belegschaft bedeutete der Aufenthalt in Marampa, einen außergewöhnlichen biografischen Einschnitt, der sich bis heute (nicht nur) in Wohnzimmern, Erzählungen und Biografien manifestiert. In den heutigen Minenanlagen ist seit 2006/7 mit London Mining PLC wieder ein britischer Konzern tätig.
Im Salon IG zeigen Juma Hauser und Paula Pfoser Teilaspekte des Projekts entlang einer Präsentation ihrer Reise nach Sierra Leone/Marampa im April 2014. Seit Beginn des Erzabbaus unterliegt Marampa andauernden Transformationen sowie Kontinuitäten, etwa der von materieller Benachteiligung und hierarchischen Strukturen - auch diese wollen die Künstlerinnen, ebenso wie das geplante künstlerische Buchprojekt zum Thema, zur Sprache bringen. 

19-20 Uhr:

Wolfgang Tragseiler

Exceedance

Das Projekt Exceedance setzt sich mit Table Dance als Vorstufe zur Prostitution sowie der Wahrnehmung von Geschlechterrollen auseinander. Wolfgang Tragseiler begibt sich in die Welt der Pornografie und dem käuflichen Sex, wobei er dabei nicht die Position eines passiven Voyeurs einnimmt, sondern versucht, die Grenze zwischen Objekt und Subjekt aufzulösen.

 

DIENSTAG, 28. OKTOBER 2014:

18-19 Uhr:

Susi Krautgartner

109 days art appropriation challenge

Im Rahmen ihres Projekts „109 days art appropriation challenge“, das mit 7.7.2014 begonnen hat, erstellt Susi Krautgartner täglich ein Selbstportrait, das Werke anderer Künstlerinnen und Künstler zitiert. Dabei interessieren sie besonders jene Beispiele, die eine Auseinandersetzung mit Identitätsentwürfen und der Aneignung von Ideen erkennen lassen. Darüber hinaus sind für sie Werke, die bereits zuvor mehrfach zitiert wurden, besonders relevant. Die Selbstportraits werden mit der Nennung der zitierten Werke auf dem Blog www.109.at als Fotostream veröffentlicht und sind damit öffentlich zugänglich und kommentierbar.

Susi Krautgartner referiert mit ihrer Methode des täglichen Produzierens einer festgelegten Aufgabe auf sogenannte Challenges, die mittlerweile ein neuer Bestandteil der Internetkultur sind. Challenges suggerieren, dass es möglich ist, in einer festgelegten Anzahl von Tagen radikale Lebensveränderungen zu bewirken. Dahinter stecken meist monetäre Interessen von Webseitenbetreibenden. Versprechen eines tiefgreifenden und in kürzester Zeit zu bewerkstelligenden Lebenswandels sind auch abseits der Netzkultur seit Langem verbreitetet (Stichwort: Diäten und Extremsportprogramme). Systematisches, tägliches Erfüllen einer Aufgabe und eine festgelegte Zeitdauer sind Aspekte, die sie für ihre Praxis übernimmt.

www.109.at

19-20 Uhr:

Anna Zeilinger

Remote: Central

New York, Paris und Tokyo- oder doch lieber ein Haus im finnischen Wald? Anna Zeilinger zeigt, wieso sie und andere KünstlerInnen Artist in Residence Programme an abgeschiedenen Orten aufsuchen oder dort gar Gemeinschaften gründen. Sind diese Gegenden wirklich so entlegen, wie sie auf den ersten Blick scheinen? Oder gibt es mehr Berührungspunkte mit pulsierenden Metropolen als man zunächst glaubt? 

Vortrag, Interview und Bildprojektion

 

Galerie IG BILDENDE KUNST
Gumpendorfer Straße 10-12
1060 Wien
Tel. +43 (0)1 524 09 09
galerie(at)igbildendekunst.at