Ausschreibungsprojekt
VERGANGENHEIT "NICHT AUF SICH BERUHEN LASSEN"
Künstlerische Strategien im postnazistischen Alltag
Kuratiert von Can Gülcü
Mit Tal Adler/Karin Schneider// Lisa Bolyos/Katharina Morawek// Christian Gangl// Marika Schmiedt
Eröffnung: DIENSTAG, 22. Mai 2012, 19 Uhr Ausstellungsdauer bis 15.9.2012
Veranstaltungen:
DIENSTAG, 5. Juni 2012, 16 Uhr: Führung/Gespräch/Diskussion mit den Künstler_innen Katharina Morawek, Chris Gangl und Marika Schmiedt >> Fotos der Veranstaltung
FREITAG, 22. Juni 2012, 15 Uhr: Öffentliche Ausstellungsbesprechung mit Studierenden des Seminars „Emanzipatorische Interventionen als künstlerische Strategie“ an der Akademie der bildenden Künste Wien
Weitere Termine im September 2012 werden im Laufe des Sommers bekannt gegeben.
Ausstellungsfolder [PDF, 236 KB]
Das Ausstellungsprojekt Vergangenheit „nicht auf sich beruhen lassen“ ist ein Versuch, die Auslöschung von Geschichte(n) als Handlung der Unterdrückung zu begreifen und dieser Gegengeschichten von Organisierungen, Aneignungen, Widerständen und Ausverhandlungen entgegenzusetzen. Dabei sollen Potentiale künstlerischer Prozesse aufgezeigt werden, sich durch emanzipatorische, gegenhegemoniale und gemeinschaftliche Kritiken in gesellschaftliche Auseinandersetzungen einzumischen, um diese sichtbar machen, voranzutreiben und neu zu bestimmen.
Die in der Ausstellung vertretenen Positionen blicken auf Orte und Formen des Erinnerns, Vergessens, Verdeckens und untersuchen den Bezug des österreichischen Opfermythos auf die nationalsozialistische Täterschaft (Adler/Schneider), versammeln ein transnationales Panorama künstlerischer und aktivistischer Strategien, die die Nachwirkungen des Nazismus an verschiedenen Orten sichtbar machen und sich dagegen positionieren (Bolyos/Morawek), werfen Fragen danach auf, wie durch künstlerische Strategien der antisemitischen Propaganda im öffentlichen Raum und im postnazistischen Alltag entgegengewirkt werden kann (Gangl) und setzen die gegenwärtige politische Situation von Roma in Europa mit Geschichte(n) ihrer Verfolgung und Diskriminierung vor und nach 1945 (Schmiedt) in Verbindung.
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