IG Bildende Kunst Logo
Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

Solidarisieren, Mitglied werden, Vorteile genießen!

members only

COLLABORATE


Beteiligte KünstlerInnen
Sonja Bendel & Adam Benjamin Fung / Christina Gillinger / Lilo Nein / Projekt LOVE_ / Hannah Stippl
/ Yolanda de Los Bueis, Elisa Marchesini, Christoph Schwarz und Sarah Vanhee

zur Eröffnung der Ausstellung übersetzt Julia Kläring eine Performance aus SELBST ÜBERSETZEN!


Kuratiert von

Doris Prlić


Eröffnung: DIENSTAG, 23. März 2010
Ausstellungsdauer bis 14. Mai 2010

Die Mitgliederausstellung wird auch heuer wieder von einer junge Kuratorin konzipiert, die einen Blick von Außen auf die Arbeiten der Mitglieder wirft. Diese Programmschiene richtete sich gezielt und ausschließlich an die mittlerweile über 1000 Mitglieder der IG BILDENDE KUNST, die eingeladen waren, Vorschläge zu machen.

Ausstellungsfolder (PDF, 180 KB)

COLLABORATE
KünstlerInnengruppen, Künstlerduos, lose Netzwerke und wechselnde Verbindungen – 
es existieren verschiedene Formen der Zusammenarbeit unter KünstlerInnen und verschiedenste Ausprägungen der Zusammenarbeit von KünstlerInnen und nicht-KünstlerInnen. Doch obwohl sich der klassische Kunstmarkt hauptsächlich auf Einzelpersonen und fixe Formationen konzentriert, gibt es zahlreiche AkteurInnen, die in wechselnden Kollektiven produzieren.

Die Zusammenarbeit unter KünstlerInnen dient oft nicht nur dem Finden eines gemeinsamen Ergebnisses sondern entsteht genauso aus einer diskursiven Auseinandersetzung oder als Grundlage und zur Aufrechterhaltung der Vernetzung von Kunstschaffenden aus verschiedenen Städten. Andere Kooperationen ergeben sich aus Ergänzungen unterschiedlicher künstlerischer Schwerpunkte.
Der kleinste gemeinsame Teiler dieser Formen der Zusammenarbeit ist aber immer der, dass nicht das Künstlerindividuum im Vordergrund steht, sondern Prozess und Ergebnis. 
An der Ausstellung „Collaborate“ nehmen KünstlerInnen teil, die unterschiedliche Methoden der Kollaboration und künstlerischen Diskussion erprobt haben.


„We are tanken!“ ist ein Mailart-Projekt zwischen Adam Benjamin Fung (Chicago) und Sonja Bendel (Wien). Seit Februar 2009 schicken sich die KünstlerInnen auf dem Postweg Zeichnungen, an denen sie gemeinsam arbeiten. Durch das wörtliche und bildliche Aufeinandertreffen der Sprachen und Handschriften der KünstlerInnen entsteht eine neue Kommunikationsform, die eine eigene Welt darstellt. Protagonist dieser Welt ist die fiktive Person Alois, auf postkartengroßen Formaten entstanden die Serien „Portraits von Alois“ und „Postkarten von Alois“.
 

Christina Gillinger bat für ihr Video „Meine neue Arbeit“ befreundete Künstlerinnen über ihre Arbeiten zu sprechen. Die beschriebenen, schon existierenden Projekte entstehen in der Imagination der BetrachterInnen, die Interviews sind auf der Audioebene des Videos zu hören, auf der Bildebene sieht man Gillinger bei ihrer tatsächlichen, alltäglichen Arbeit vor dem Schreibtisch. Sie hinterfragt mit „Meine neue Arbeit“ die konkrete Arbeitssituation von KünstlerInnen zwischen Lohnarbeit und Kunstproduktion und thematisiert verklärte Vorstellungen künstlerischer Arbeitssituationen.
mit: Johanna Kandl, Anja Manfredi, Lisl Ponger, Isa Rosenberger, Sofie Thorsen und ihren Arbeiten

Das Performance Lesebuch „SELBST ÜBERSETZEN!“ von Lilo Nein ist als Handlungsanweisung und im doppelten Sinne zu verstehen: etwas selbst übersetzen und das Eigene, sich Selbst übersetzen. Ausgehend von der Idee, dass Text eine Performance sein kann, ist die These entstanden, dass die beiden in ein gleichwertiges, in ein egalitäres Verhältnis zueinander treten können und eines ins andere übersetzbar ist. Das „Performance Lesebuch zum Aufführen“ enthält eine Sammlung schriftlicher Performances, die sowohl gelesen, als auch von jedem/jeder der/die möchte aufgeführt werden können. Zur Eröffnung der Ausstellung übersetzt Julia Kläring eine Performance aus dem Buch.


Die Zeichenstunde ist eine vom Projekt LOVE_ organisierte Veranstaltung, welche in regelmäßigen Abständen an unterschiedlichen Orten stattfindet. Angelehnt an den schulischen Zeichenunterricht trifft man sich, sitzt um einen Tisch, zeichnet und redet. Die TeilnehmerInnen sollten ihre Arbeiten nicht signieren und am Ende dem Projekt LOVE_ zur Verwaltung und für Ausstellungen mit den entstandenen Zeichnungen überlassen.
Am 21. April findet eine Zeichenstunde in der IG-Bildende Kunst Galerie statt.

 

Ein Wettbewerb - gängige Praxis des Delegierens sozialer, urbaner und letztlich politischer Probleme an die Kunst - sollte für eine Gestaltung besprayter Mauern im Ernst Arnold Park sorgen.
Hannah Stippl
stellt mit ihrem Projekt „wer macht kunst?“ die Frage, ob es Aufgabe von KünstlerInnen sein kann, ‚Problemzonen’ im öffentlichen Raum zu ‚behübschen’ und ‚aufzuwerten’? Der Begriff der ‚Kollaboration’, der illegalen Zusammenarbeit, erschließt das Paradox dieser Arbeit. Die Stützwände werden mit punktuellen, malerischen Eingriffen bespielt, ‚legale’ und ‚illegale’ Eingriffe können nicht mehr unterschieden werden. In der Ausstellung der IG-Bildende Kunst werden Fotografien der Arbeit gezeigt.
Kunst im öffentlichen Raum: Ernst Arnold Park: In Zusammenarbeit mit KÖR - Kunst im öffentlichen Raum Wien

 

Weder Wörterbuch, Enzyklopädie, Sprachkurs oder linguistische Forschungsarbeit – „Untranslatables – A Guide to Translingual Dialogue“ ist viel eher ein „imaginary word universe“, das sich den Zwischenräumen und Lücken widmet, die sich bei der Bearbeitung von 33 exemplarisch ausgewählten, vermeintlich unübersetzbaren Wörtern auftun. Gelenkt von der Einsicht, dass diese „Untranslatables“ eher Geschenke denn Bedrohung für andere Sprachen darstellen, präsentiert das Buch einen subjektiven, non-zerebralen, naiven und gleichzeitig kurzweiligen, praktischen Entwurf zur transkulturellen Verständigung.
“Untranslatables” entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Yolanda de Los Bueis, Elisa Marchesini, Christoph Schwarz und Sarah Vanhee, mit Unterstützung von Remco van Bladel (Grafikdesign). „Untranslatables“ wurde im Rahmen des EU-Projekts AsTide (Art for social transformation and intercultural dialogue) entwickelt und finanziert, erschien bei Onomatopee und kann unter
www.untranslatables.net downgeloadet werden.


"wer macht kunst"/ Hannah Stippl
Projekt LOVE_ /Stillleben aus "Zeichenstunde"
"meine neue Arbeit"/ Christina Gillinger/ Foto: Miriam Jesacher

Galerie IG BILDENDE KUNST
Gumpendorfer Straße 10-12
1060 Wien
Tel. +43 (0)1 524 09 09
galerie(at)igbildendekunst.at