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Vorstandsprojekt

NICHT ALLES TUN

Ziviler und Sozialer Ungehorsam an den Schnittstellen von Kunst, radikaler Politik und Technologie

Mit Beiträgen von

Zanny Begg, Heath Bunting, Bureau of Inverse Technology (BIT), Critical Art Ensemble, Coco Fusco, Andrea Geyer/Sharon Hayes, h.arta, Christopher Lamarca, Fran Meana, Mujeres Creando, Oliver Ressler, Allan Sekula, Surveillance Camera Players NYC, Nasan Tur, Videogruppe Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg, Christoph Wachter/Mathias Jud u.a.


Organisiert von

Jens Kastner und Elisabeth Bettina Spörr


Eröffnung: 11. Juni 2008, 19 Uhr
Ausstellungsdauer bis 18. Juli

Begleitprogramm:

Ein zweiter Teil der Ausstellung fand zeitgleich im Kunstraum emyt Berlin statt (Eröffnung: 13. Juni 2008).

Dienstag, 24. Juni 2008, 19 Uhr
Ziviler oder sozialer Ungehorsam?
Zwei Konzepte in Bewegung(en).
Diskussion mit Andrea Pabst Aktivistin und Soziologin, Berlin) und Robert Foltin (Aktivist und Redakteur der Zeitschrift Grundrisse, Wien).

Freitag, 27. Juni 18–21 Uhr
Samstag, 28. Juni 11–14, 15–18 Uhr
Mehr als Nein! Gewaltfreie Konfliktlösung im sozialen Nahbereich.
Workshop mit Daniel Korth (Trainer für gewaltfreie Konfliktlösung, Münster).

Freitag, 18. Juli 2008, 19 Uhr
nicht alles tun.
Ziviler und sozialer Ungehorsam an den Schnittstellen von Kunst, radikaler Politik und Technologie.
Buchvorstellung des Aufsatz- und Bildbandes zur Ausstellung, herausgegeben von Jens Kastner und Elisabeth Bettina Spörr (Unrast Verlag, Münster 2008).

Ausstellungsfolder [PDF 242 KB]

Praktiken zivilen/sozialen Ungehorsams standen im Zentrum verschiedenster sozialer Bewegungen des 20. Jahrhunderts: Von der antikolonialen Befreiungsbewegung um M. K. Gandhi über die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA und die westeuropäische Friedensbewegung der 1980er Jahre bis zu den Tute Bianche und Disobbedienti im Kontext der globalisierungskritischen Proteste.

Die vielfältigen Formen zivilen/sozialen Ungehorsams innerhalb gegenwärtiger sozialer Bewegungen sind jedoch kaum aufgearbeitet. Noch schlechter bestellt ist es um das Thema im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst. Obwohl sich renommierte KünstlerInnen in den letzten Jahren theoretisch wie praktisch den Fragen gewidmet haben, ob und wie Kunstpraktiken zivilen und sozialen Ungehorsam abbilden, reflektieren, diskutieren und selbst Teil dessen werden können, existieren dazu kaum systematische Auseinandersetzungen.

Mit diesem Ausstellungsprojekt soll jene Lücke geschlossen werden: Ausgangspunkt ist dabei aber nicht das berühmte Diktum H. D. Thoreaus, angesichts von Unrecht und Unterdrückung das Gesetz zu brechen. Denn wenn der Staat sich biopolitisch in die individuellen Körper verlegt und zugleich eine Transnationalisierung erfährt, müssen auch die Formen des Widerstandes sich wandeln. Was zu tun ist, wenn man, wie Thoreau nebenbei bemerkt,  „nicht alles tun“ kann und soll, lässt sich in Auseinandersetzung mit den Arbeiten in der Ausstellung an den Schnittstellen von Kunstproduktion und sozialen Bewegungen diskutieren.

Zur Ausstellung ist ein Buch auf Deutsch und Englisch erschienen (Hg. von Jens Kastner und Elisabeth Bettina Spörr) im Unrast Verlag (Münster 2008).
Mit Beiträgen von Inke Arns, John Holloway, Jens Kastner/Gerald Raunig, Ulrike Laubenthal, Lou Marin und Andrea Pabst.

Ausstellungsansicht (Foto: IG BILDENDE KUNST 2008)
Aussenansicht (Foto: IG BILDENDE KUNST 2008)

Galerie IG BILDENDE KUNST
Gumpendorfer Straße 10-12
1060 Wien
Tel. +43 (0)1 524 09 09
galerie(at)igbildendekunst.at

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