Kooperation AIR Artist in Residence KremsTHE SPACE BETWEEN
Nathalie Brans, Jutta Strohmaier
Hartwig Knack und Dagmar Höss
Ausstellung: 21.6. bis 20.7. 2007 Live auf der Eröffnung zu hören:
Mit ihren Foto- und Videoarbeiten reagiert Jutta Strohmaier auf den Umgang des Menschen mit Natur. Für die 1966 in Tulln/Niederösterreich geborene Künstlerin dient Natur und das gebrochene Verhältnis zwischen Mensch und Natur als Vorlage, von der ausgehend sie die Frage nach Strukturierung, Abbild und Wirklichkeit von (Natur-) Räumen stellt. Strohmaier gesteht Räumen keine eigenständige reale Größe zu, vielmehr erkennt sie sie als Folge menschlichen Handelns an. Mit ihrer 36-teiligen Fotoinstallation "Lights" gewährt Strohmaier Einblicke in Bereiche jenseits des mit bloßem Auge Sichtbaren. Wie eine Wissenschaftlerin begibt sie sich auf Entdeckungsfahrt ins All, konstruiert und ordnet flimmernde Welten unter dem Vergrößerungsglas der Fotografie. Jutta Strohmaier geht es in der Darstellung nicht um Wirklichkeitsnähe, sondern um die Auswertung und Manipulation von Vorgefundenem, um eine subjektive Sicht auf die Welt. Sich kosmische Weiten zu erschließen, zu erkunden "was die Welt im Innersten zusammenhält" sind nicht erst mit Beginn der Raumfahrt oder der Entwicklung des Rasterelektronenmikroskops virulente Begehrlichkeiten, sondern seit der Antike fortdauernde Bedürfnisse der Menschheit. Die Vorstellung, dass die "kleine Welt" des Menschen und die "große Welt" des Universums in einem bestimmten Ordnungsgefüge und miteinander in Wechselwirkung stehen, wurde bereits von Platon und den Stoikern betont. Große Persönlichkeiten der Weltgeschichte wie zum Beispiel Hildegard von Bingen, Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler oder Galileo Galilei haben sich im Laufe der Jahrhunderte in ihren Schriften und Lehren mit dem Thema des Kosmischen auseinander gesetzt. Inspiriert durch Galileo, Kopernikus oder Aristoteles sowie die frühen Raumfahrtprogramme der Sowjetunion und den USA, entwickelt die 1968 in Maastricht/Niederlande geborene Nathalie Brans unter anderem Fotoserien, (Video) Installationen und Skulpturenreihen, die sich sowohl durch die sorgsame Materialwahl, als auch durch ihren inhaltlichen Anspruch, das Unsichtbare des komplexen Terrains der Astronomie sichtbar werden zu lassen, auszeichnen. Für ihre neue Serie von kleinformatigen Papierskulpturen, Satelliten, Raketen, Sternkarten und anderes mehr, die im Hinblick auf die Ausstellung in der Galerie IG Bildende Kunst entstanden ist, verwendet die Holländerin die Seiten alter Bücher und Zeitschriften über Raumfahrt und transformiert auf diesem Weg alltägliche Abbildungen und gedruckten Text mit einem außerordentlichen handwerklichen Geschick in Kunstwerke. Hartwig Knack (Nathalie Brans ist in den Monaten April bis Juni 2007 Stipendiatin von AIR artist-in-residence Krems und hat in dieser Zeit ihr Atelier von Maastricht temporär in die Kremser Kunstmeile verlegt.) Mit freundlicher Unterstützung von |





