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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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D.I.Y. WIR MACHEN ES UNS SELBST


Feministische Strategien in der kulturellen Selbstorganisation

Teilnehmerinnen

AEP, an.schläge, ArchFem, a room of one’s own, AUF, Pauline Boudry/Rhythm King And Her Friends, Clever Gretel, Cuntstunt, female:pressure, fiber, FO/GO Lab, Frauenhetz, grrrlzines.net, "Ich schau dir in die Augen … prekäres, atypisches Leben!", Ladyfest Wien, Lila Tipp, Lookism, maiz und migrazine.at, Christine Kewitz und Stephanie Müller, Bettina Mooshammer und Eva Trimmel, Quote, Radikales Nähkränzchen, Radio Orange 94.0/FrauenLesben-Schiene (Bauch, Bein, Po; Brüllzimmer; Orangina), Audrey Samson, Schwarze Frauen Community, Schwestern Brüll, Sic!, Stichwort, u.a.


Raumkonzept

Stefanie Seibold


kuratiert von

Sonja Eismann und Christiane Erharter


Eröffnung 9. Mai 2007 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer 10. Mai bis 8. Juni 2007

Veranstaltungen

Do 10. Mai, 19 Uhr
Videoscreening
an.schläge TV Best of; ArchFem system_error_PEEP_subversive - _show; „Ich schau dir in die Augen … prekäres, atypisches Leben!“ Freundliche Nasenlöcher machen- Frauen zu (Lohn-) Arbeit, Widerstand und Utopien; Pauline Boudry/Rhythm King And Her Friends A street angel with a cowboy mouth - Tour Diaries 2004 - 2005 u.a.

Mi 16. bis So 20. Mai
Ladyfest Wien 2007
Es ist bereits das dritte in dieser Stadt und findet an verschiedenen Orten statt.
Am Do 17. Mai organisiert der Lila Tipp den Dyke March 2007.
Programm und Infos unter: http://plone.ladyfestwien.org

Fr 18. Mai, 18 Uhr
Präsentation und Performance
Audrey Samson präsentiert ihre Installation ascii threads/, ein interaktives Archiv von Frauengeschichten.
Audrey Samson ist Mitglied der Gruppe Genderchangers, ein Technikerinnenkollektiv aus Amsterdam. Sie werden während des Ladyfests verschiedene DIY-Technikworkshops abhalten.

Anschließend: In der Performance Gemischte Gefühle – Du Mich Auch?! präsentieren Christine Kewitz und Stephanie Müller ihre Textil/Soundinstallation, ein sprechendes Kleid mit eingenähtem Lautsprechersystem.

Ausstellungsfolder [PDF 355 KB]

DIY - Wir machen es uns selbst!

Spätestens seit den 1970er Jahren lassen sich vielfältigste Formen kultureller weiblicher Selbstorganisation beobachten. Was als Reaktion auf die studentischen Emanzipationsbestrebungen der 1960er begann, die die Gleichstellung der Frau meist als Nebenwiderspruch vernachlässigten, ist heute aus der feministischen Kulturarbeit – die auch als Korrektiv zu den herrschenden Verhältnissen funktioniert – nicht mehr wegzudenken.

Die Explosion informeller weiblicher Szene-Kommunikation und Vernetzung via der durch Punk und besonders der Riot-Grrrl-Bewegung angekurbelten Fanzine-Kultur, von Elke Zobl auf grrrlzines.net dokumentiert, ist ein weiteres wichtiges Element des Do-It-Yourself. Dieses DIY-Prinzip, das stets mit politischen Forderungen nach eigenen Räumen oder Mitspracherecht verknüpft war, hat sich mittlerweile als grundlegendes Mittel feministischer Selbstorganisation etabliert. Sei es bei der Gründung von Medien, der Organisation von Veranstaltungen und Netzwerken oder bei der Formulierung politischer Forderungen, ohne dabei die Problematik der prekären Organisationsformen und Lebenssituationen zu vergessen. Auch heute sind aktivistische Selbstorganisation und die daraus hervorgehende Vernetzung von Frauen wichtige Instrumente zur Selbstermächtigung und Etablierung einer feministischen Gegenkultur, gleichzeitig besteht ein Kontinuum früherer Aktivitäten.

Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf feministischer Selbstorganisation im Rahmen von Medienproduktion und der Schaffung öffentlichen Raums, wie sie beispielsweise von den Ladyfesten verfolgt wird. Zum einen sind zahlreiche Medien, politische Initiativen und Kollektive eingeladen, ihre Tätigkeiten in Selbstdarstellungen vorzustellen. Zum anderen zeigen wir Beiträge von Künstlerinnen. Beides zusammen ergibt einen Überblick über feministische Kulturarbeit und Ausdrucksformen in Fanzines, Musik, Performance, Handarbeit, die sich außerhalb von einem etablierten Hochkulturtkontext bewusst selbst organisieren und damit diesen auch ein Stück weit unterlaufen und zersetzen.

http://www.ladyfestwien.org

Installation/ Lila Tipp/ Lesbolieb (Foto: IG BILDENDE KUNST 2007)
Haussegen/ Radikales Nähkränzchen (Foto: IG BILDENDE KUNST 2007)

Galerie IG BILDENDE KUNST
Gumpendorfer Straße 10-12
1060 Wien
Tel. +43 (0)1 524 09 09
galerie(at)igbildendekunst.at

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