Künstler_innen kuratieren Künstler_innenD.I.Y. WIR MACHEN ES UNS SELBST
Teilnehmerinnen AEP, an.schläge, ArchFem, a room of one’s own, AUF, Pauline Boudry/Rhythm King And Her Friends, Clever Gretel, Cuntstunt, female:pressure, fiber, FO/GO Lab, Frauenhetz, grrrlzines.net, "Ich schau dir in die Augen … prekäres, atypisches Leben!", Ladyfest Wien, Lila Tipp, Lookism, maiz und migrazine.at, Christine Kewitz und Stephanie Müller, Bettina Mooshammer und Eva Trimmel, Quote, Radikales Nähkränzchen, Radio Orange 94.0/FrauenLesben-Schiene (Bauch, Bein, Po; Brüllzimmer; Orangina), Audrey Samson, Schwarze Frauen Community, Schwestern Brüll, Sic!, Stichwort, u.a.
Stefanie Seibold
Sonja Eismann und Christiane Erharter
Veranstaltungen Do 10. Mai, 19 Uhr Mi 16. bis So 20. Mai Fr 18. Mai, 18 Uhr Anschließend: In der Performance Gemischte Gefühle – Du Mich Auch?! präsentieren Christine Kewitz und Stephanie Müller ihre Textil/Soundinstallation, ein sprechendes Kleid mit eingenähtem Lautsprechersystem. Ausstellungsfolder [PDF 355 KB] Spätestens seit den 1970er Jahren lassen sich vielfältigste Formen kultureller weiblicher Selbstorganisation beobachten. Was als Reaktion auf die studentischen Emanzipationsbestrebungen der 1960er begann, die die Gleichstellung der Frau meist als Nebenwiderspruch vernachlässigten, ist heute aus der feministischen Kulturarbeit – die auch als Korrektiv zu den herrschenden Verhältnissen funktioniert – nicht mehr wegzudenken. Die Explosion informeller weiblicher Szene-Kommunikation und Vernetzung via der durch Punk und besonders der Riot-Grrrl-Bewegung angekurbelten Fanzine-Kultur, von Elke Zobl auf grrrlzines.net dokumentiert, ist ein weiteres wichtiges Element des Do-It-Yourself. Dieses DIY-Prinzip, das stets mit politischen Forderungen nach eigenen Räumen oder Mitspracherecht verknüpft war, hat sich mittlerweile als grundlegendes Mittel feministischer Selbstorganisation etabliert. Sei es bei der Gründung von Medien, der Organisation von Veranstaltungen und Netzwerken oder bei der Formulierung politischer Forderungen, ohne dabei die Problematik der prekären Organisationsformen und Lebenssituationen zu vergessen. Auch heute sind aktivistische Selbstorganisation und die daraus hervorgehende Vernetzung von Frauen wichtige Instrumente zur Selbstermächtigung und Etablierung einer feministischen Gegenkultur, gleichzeitig besteht ein Kontinuum früherer Aktivitäten. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf feministischer Selbstorganisation im Rahmen von Medienproduktion und der Schaffung öffentlichen Raums, wie sie beispielsweise von den Ladyfesten verfolgt wird. Zum einen sind zahlreiche Medien, politische Initiativen und Kollektive eingeladen, ihre Tätigkeiten in Selbstdarstellungen vorzustellen. Zum anderen zeigen wir Beiträge von Künstlerinnen. Beides zusammen ergibt einen Überblick über feministische Kulturarbeit und Ausdrucksformen in Fanzines, Musik, Performance, Handarbeit, die sich außerhalb von einem etablierten Hochkulturtkontext bewusst selbst organisieren und damit diesen auch ein Stück weit unterlaufen und zersetzen. |





