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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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2006: Neuer Vorstand

Generalversammlung hat gewählt


(28.4.2006, Pressemitteilung) Die Mitglieder der IG BILDENDE KUNST haben am Donnerstag, den 27. April 2006, einen neuen Vorstand gewählt: Martin Krenn, bildender Künstler, ist der neue Vorsitzende der Interessenvertretung der bildenden KünstlerInnen in Österreich.
 
"Ziel ist, aktive Gleichstellungspolitik, feministische Politik, progressive Kulturpolitik sowie antirassistische Arbeit zu forcieren", so Martin Krenn, der bereits seit drei Jahren im Vorstand der IG BILDENDE KUNST aktiv ist. In Abwandlung des Artikel 17a der Bundesverfassung betont Krenn, dass das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre in diesem Land leider immer noch nicht frei sind. Wie sonst ließe sich die erst kürzlich vollzogene Zensur und Abhängung des an Courbet angelehnten EU-Plakates der Künstlerin Tanja Ostojic oder die Streichung des Filmes zum Staatsvertragsbruch "Artikel 7 – Unser Recht!" durch den ORF aus dem TV-Programm erklären? "Im Interesse aller KünstlerInnen gilt es gegen vorherrschende kunstfeindliche Diskurse Position zu beziehen und Gegenöffentlichkeiten zu schaffen", so Martin Krenn als neu gewählter Vorsitzender.
 
Auch die offensive Prekarisierung von KünstlerInnen wird weiterhin zentrales Thema der IG BILDENDE KUNST sein. Martin Krenn: "Es ist ein Skandal, dass der Künstlersozialversicherungsfonds von 600 KünstlerInnen den Zuschuss, den sie 2001 zur Pensionsversicherung erhalten haben, zurückfordert, weil sie zu wenig verdient haben. Die entscheidungsverantwortlichen Politiker müssen sich endlich mit der prekären Lage von Künstlerinnen auseinandersetzen! Auch die ersatzlose Streichung des quotenfreien KünstlerInnenvisums durch das neue Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz ist ein weiterer Angriff auf die künstlerische Freiheit." Die IG BILDENDE KUNST fordert daher ein Recht auf (soziale) Rechte – unabhängig von Aufenthaltsstatus und Erwerbsarbeit!
 
Martin Krenn folgt als Vorsitzender Franziska Maderthaner nach, die auch in Zukunft im Vorstand weiter aktiv sein wird. Weiters mit im Team des neu gewählten Vorstandes der IG BILDENDE KUNST sind Petja Dimitrova, Markus Grabenwöger, Dagmar Höss, Nora Sternfeld und Hannah Stippl.

Generalversammlung am 27. April 2006 (Foto: IG BILDENDE KUNST)