IG Bildende Kunst Logo
Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

Solidarisieren, Mitglied werden, Vorteile genießen!

IAA Europe: Versammlung der International Association of Art (2002)


Von 2. bis 5. Mai 2002 fand in Heidelberg der European Congress of the IAA statt. Die unter der Schirmherrschaft von UNESCO stehende Organisation ist eine weltweit agierende Vertretung von bildenden KünstlerInnen und kann auf Mitgliedsverbände in über 100 Ländern verweisen. Bekannt ist die IAA vor allem durch den internationalen KünstlerInnenausweis, den die so genannten Nationalkomitees (in Österreich: IG BILDENDE KUNST) ausstellen. Der Ausweis ermöglicht weltweit in vielen Ausstellungshäusern einen unentgeltlichen oder ermäßigten Eintritt.
 
An dem Europatreffen 2002 nahmen VertreterInnen aus 18 europäischen Ländern sowie BeobachterInnen aus Israel, China und Japan teil. Auf der Tagsordnungsliste standen Themen wie Zoll- und Visa-Bestimmungen für Kunstschaffende, Folgerecht, internationale Austausch- und Atelierprogramme und die unterschiedlichen Konditionen für „Kunst am Bau“-Projekte. Nach mehreren Impulsreferaten zu jedem Thema konnten die TeilnehmerInnen weitere Auskünfte einholen und Stellungnahme zur jeweiligen Situation in ihrem Land geben konnten.
 
Die KünstlerInnenvereinigung E.E.T.E aus Griechenland informierte über den Stand der Vorbereitungen für die weltweiten General Assembly im Oktober 2002 in Athen. Letzte Entscheidungen zum Ablauf dieser Veranstaltung wurden im Plenum gefällt.
 
Auch die Arbeit an einer breiteren Akzeptanz des IAA-Ausweises war Thema. Zu diesem Zweck sagte der europäische Vorstand der IAA ein Schriftstück zu, das sich an die Entscheidungsverantwortlichen von Ausstellungshäusern richtet und allen Mitgliedverbänden der IAA für zukünftige Verhandlungen in ihren Ländern zur Verfügung stehen wird. Ziel ist es, bildenden KünstlerInnen - als den UrheberInnen der ausgestellten Werke, durch die Museen schließlich ihre Einnahmen lukrieren - eine unentgeltliche Besichtigung von Arbeiten ihrer KollegInnen zu ermöglichen.
 
Das dreitägige Treffen ging mit der feierlichen Eröffnung der Ausstellung Faces – Gesichter im Heidelberger Schloss Ottheinrichsbau zuende. KünstlerInnen aus allen in der IAA zusammengeschlossenen KünstlerInnenvereinigungen waren zur Teilnahme eingeladen. Gezeigt wurden 100 zweidimensionale Arbeiten aus insgesamt 32 Ländern.  (dk)