Junge Kurator_innen
NOTES ON ARCHIVES
Mit Beiträgen von
Bilder verkehren (Felix Axster, Heike Hartmann, Astrid Kusser, Susanne Lewerenz), Yasmina Bouziane, Maryam Jafri, Brigitta Kuster & Moise Merlin Mabouna, Britta Lange & Philip Scheffner, THE OTOLITH GROUP, Dierk Schmidt
kuratiert von
Sophie Goltz
Eröffnung: 14. März 2007, 19 Uhr von 15. März – 27. April 2007
Veranstaltungen:
Mo 26. März, 19 Uhr Depot Dokumentarfilm: THE HALFMOON FILES Philip Scheffner, D 2007, 87 Min anschließend Philipp Scheffner (Filmemacher) im Gespräch mit Stefan Nowotny (Philosoph) Eine Veranstaltung in Kooperation mit eipcp / translate. Beyond Culture: The Politics of Translation. http://www.halfmoonfiles.de
Di 27. März, 19 Uhr Seminarraum des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1010 Wien, Reichsratsstraße 17 Vortrag mit historischem Ton- und Filmmaterial THE HALFMOON FILES Britta Lange (Wissenschaftshistorikerin) und Philip Scheffner (Filmemacher)
Mi 28. März, 20 Uhr Galerie IG Bildende Kunst Einführung in die Ausstellung und Buchpräsentation Echt, Unecht, Lebensecht. Menschenbilder im Umlauf mit Filmbeispielen von Fritz Lang Britta Lange (Wissenschaftshistorikerin) im Gespräch mit Sophie Goltz (Kuratorin) Eine Veranstaltung im Rahmen von schnittpunkt.jour fixe
Fr 27. April, 19 Uhr Galerie IG Bildende Kunst Präsentation der Ausstellung Bilder verkehren. Postkarten in der visuellen Kultur des deutschen Kolonialismus im Kunsthaus Hamburg, 2005 Felix Axster (Historiker), Heike Hartmann (Kulturwissenschaftlerin), Astrid Kusser (Historikerin) anschließend Finissage
In Anlehnung an Foucaults Verständnis des Archivs fokussiert die Ausstellung künstlerische Praktiken, welche Texte, Bilder und Tondokumente kolonialer Geschichte aufgreifen, um die darin eingeschriebenen Machtverhältnisse und Blickregime sichtbar zu machen. Durch unerwartete Kombinationen werden die »Gesetze des Archivs« unterlaufen, die Rezeption vergangener Ereignisse wird auf ihre Wirksamkeit in postkolonialer Politik heute verschoben. Dabei werden »geschichtsproduzierende« Techniken wie die Fotografie und ihre Reproduktion in Form von Postkarten, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts zur »wissenschaftlichen« und massenhaften Verbreitung rassistischer Stereotypen beigetragen hat, kritisch hinterfragt. Die künstlerischen Positionen zeigen ihre Arbeit am Gesetz dessen, was gesagt werden kann.
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