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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Heft Frühjahr 2018

Kunst, Forschung, Politik


Kunst erzeugt Erkenntnis. Eine Ahnung davon gibt es zwar (in etwa) schon seit Heraklit, doch die Rede von „künstlerischer Forschung“ ist erst im vergangenen Jahrzehnt in die Feuilletons und in die Lehrpläne gesickert. Sie wirkte als Herausforderung für die konventionelle Wissenschaftspraxis, weil sie „performative, mediale, soziale aber auch ökonomische Einflüsse reflektiert“ (Elke Bippus). Allerdings: Kaum war das Spezifische, das Kunst zur Forschung beizutragen hat, anerkannt und etabliert, gilt die künstlerische Forschung schon wieder als verwerflich: Als ein Label, das künstlerische Produktion quantifiziert und evaluierbar macht, kurz: das die Ökonomisierung nicht nur reflektiert, sondern selbst betreibt. Ist also eine emanzipatorische künstlerische Forschung in der Bologna-Universität überhaupt noch denkbar? Und wenn ja, wie sähe sie aus? Diese Ausgabe des Bildpunkt greift also die Debatten der letzten Jahre auf und forscht nach den Potenzialen und Verwerfungen künstlerischen Forschens.