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Bildpunkt

Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST
erscheint vier Mal im Jahr.

Heft Sommer 2018

Krise & Konflikt

Die Welt scheint aus den Fugen. Die liberale Demokratie ist in der Krise, der Kapitalismus schlittert von einer zur nächsten, Krisenratgeber füllen die Buchhandlungen, gefährliche Eskalationen und Wendepunkte überall. Der arabische Frühling und die Platzbesetzungen der Jahre 2011ff. werden mit einer globalen Konterrevolution beantwortet. Die ultrarechten Bewegungen und Parteien in West- und Osteuropa und in den USA untergraben die etablierten Institutionen und das emanzipatorische Erbe.

Bloß die Krise des Kunstmarktes, meldete das Handelsblatt im Frühjahr 2018, dauerte nur kurz: „Das Millionenspiel geht weiter.“ Aber klar ist auch, dass die Kunstmärkte nur ein kleines Segment des künstlerischen Feldes sind und ohnehin „weder in Phasen rasanten Aufschwungs noch in Krisenzeiten ein echtes ökonomisches Eigenleben führen.“

Die multiplen Krisen sind Übergangserscheinungen, Zwischenräume, Kämpfe mit offenen Ausgängen. Die Krise ist nie bloß Niedergang und Verfall. Sie eröffnet auch Möglichkeiten. Nur welche? Und sind die Akteur*innen des Kunstfeldes wirklich die Krisengewinnler*innen, oder sind wir, die Schöpfer*innen der sozialen Welt doch, wie der Politikwissenschaftler John Holloway meint, die Krise des Kapitals? Zur Rolle der Kultur in den Netzwerken der währungs-, geo- und ökologisch-soziopolitischen Krise diagnostiziert diese Ausgabe des Bildpunkt.



Bildpunkt Sommer 2018: Krise & Konflikt
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