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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Zur Schrift: Bembo

Carlos Toledo

In jeder Ausgabe wird der Titel des Schwerpunktthemas in einer anderen Schrifttype gesetzt, diesmal in der Bembo (Francesco Griffo, 1496). Er schnitt die Schrift für den Aufsatz De Aetna von Pietro Bembo. Er war Schriftenschneider für Aldus Manutius, Buchdrucker und Verleger. Aldus war der Name der Firma, die 1985 das erste Desktoppublishing (DTP)-Programm, PageMaker, entwickelte. Bisher ist Aldus die einzige Softwarefirma für die Druckvorstufe oder Prepress (früher Reproduktionstechnik), die einen alten Meister der Buckkunst mit ihrem Namen ehrt. Aldus wurde 1994 von Adobe gekauft. Adobe stellte 2002 PageMaker zugunsten des eigenen Produkts InDesign ein. In den 1990er Jahren war XPress von Quark Marktführer in DTP-Software (der Bildpunkt wird in XPress gesetzt). Die Anteile von XPress wurden kleiner, als 2003 die Adobe Creative Suite (die Bündelung von drei Programmen: InDesign, Photoshop und Illustrator) auf den Markt kam. Diese Strategie verstärkt die Ansicht, dass Adobe monopolistische Bestrebungen hat. FreeHand, ein vektorbasiertes Zeichenprogramm (für Logos z.B.), wurde ursprünglich von Aldus vertrieben, 2005 durch Adobe übernommen und zugunsten des eigenen Illustrators eingestellt. In den USA gründeten 2009 professionelle Illustrator_innen die Organisation Free FreeHand und brachten eine Klage gegen Adobe ein bzw. wollen das Programm durch Spenden freikaufen (www.freehandforum.org). Was bisher noch nicht gesagt worden ist, ist dass Adobe seit 1988 Photoshop entwickelt und quasi das Monopol der Bildbearbeitung bildet … abgesehen vom allgegenwärtigen Adobe PDF