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In jeder Ausgabe wird der Titel des Schwerpunktthemas in einer anderen Schrifttype gesetzt, diesmal in der Korolev (Rian Hughes, 2011, www.devicefonts.co.uk). Die Korolev basiert auf einer Schrift, die von einem/einer anonymen TypografIn für die Gestaltung einer Parade der Kommunistischen Partei der Sowjetunion auf dem Roten Platz am 1. Mai 1937 geschnitten wurde. Benannt wurde die Schrift aber nach Sergej Pavlovič Korolёv (1906–1966), einem Pionier der Raumfahrt. Wir wählten die Korolev für das Erscheinungsbild der wienwoche (www.wienwoche.org): „Kollektivität (…) wollen wir mit wienwoche als ein Gegenmodell zu neoliberal-(…)en Strukturen, in denen Gemeinschafts- (…)wissen ausgebeutet beziehungsweise individuell angeeignet wird.“ Mit der Wahl der Korolev wollten wir ein Zeichen setzen und der Schrift ihren (umstrittenen) „kollektiven“ Charakter zurückgeben. Aber gerade in der Welt der Kommunikation erlebt man ständig diese Ausbeutung. Die Korolev repräsentiert nicht Korolёv oder seine Arbeit. Korolёv wurde 1938 nach einem Jahrzehnt Forschungsarbeit zu 10 Jahren Arbeitslager verurteilt und kam erst 1944 frei. Als Grundlage für die Schrift gelten Fotos von Alexander Rodchenko, dem Star der sowjetischen Produktionskünstler (www.devicefonts.co.uk/newspics/Korolev%20Sampler%202.pdf).
Auf den Fotos ist auf verschiedenen Sprachen „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ schön zu lesen. Aber Korolev ist auch der Name eines russichen Raumschiffes in der US-amerikanischen TV-Serie Stargate (2006). Hughes soll auch einen Kühlschrank voller Vodka haben und Fan der britischen Science Fiction TV-Serie Thunderbirds sein (http://marketplace.veer.com/font/DF-Korolev-DET0000559#). Also: „Coolović to see you on the mayday parade 2012!“
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