Eventisierung
Teil der Ökonomisierung des kulturellen Feldes ist auch die Destabilisierung von Strukturen, die vorher finanzielle und politische Kontinuitäten garantieren konnten. Zugleich verbreitet sich damit eine Logik der Projekte. Diese wird unter anderem durch die um sich greifende Eventisierung und Festivalisierung des gesamten Feldes vorangetrieben und äußert sich in ihr. Nicht nur die weltweite Inflation von Biennalen, auch die lokalen, das städtische Marketing flankierenden Events (Vienna Fashing Week, Vienna Design Week, Wienwoche) sind Ausdruck dieser Entwicklung zwischen Globalisierung, Standortfaktor und Kämpfen um Freiräume. Kritische Diskurse und Praktiken werden innerhalb dieser kulturellen Transformationen wahlweise ausgegrenzt und inkludiert. Wie lassen sich sinnvolle emanzipatorische Akzente setzen? Sollen neue Kontinuitäten aufgebaut oder besser an alte angeknüpft werden? Über den Stellenwert von politischen Projekten in der „projektbasierten Polis“ (Boltanski/Chiapello) und andere Fragen zwischen den Events & Festivals debattiert diese Ausgabe des Bildpunkt.
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