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Die IG BILDENDE KUNST ist die Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Funktionieren umlernen

Markus Wailand

a) „Ich stehe dazu, dass es keinen Unterschied machen darf, ob mir eine sympathische Person gegenübertritt oder eine unsympathische Person gegenübertritt – womöglich mit dunkler Hautfarbe und einem von Krieg gezeichneten Äußeren.“

b) Ein Flüchtling ist eine Person, die „…aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann…“

c) „Das Bundesministerium für Inneres ist zuständig für das Sicherheitswesen, die Staatsgrenzen und die Organisation des Dienstbetriebes der Bundespolizei.“

d) „Natürlich sehe ich auch die dazugehörigen Schicksale. Schließlich komme ich aus dem am zweitstärksten belasteten Bezirk, was den Fremdenanteil betrifft – nämlich xxx.“ (Ortsangabe gestrichen, M.W.)

e) „Wir fordern einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Fremdenpolitik. Als ersten Schritt: ein Ressort für Diversität und Integration. Damit das Zusammenleben keine Polizeisache mehr ist.“

f) „Mich nervt, wenn in unserem schönen Land mit hoher Lebensqualität und hohem humanitären Anspruch – wir sind bei Krisen Europameister im Spenden und haben eine große Hilfsbereitschaft – die Gutmütigkeit und Großzügigkeit missbraucht wird. Kurz gesagt: Wenn geschwindelt, gelogen und betrogen wird. Wenn kriminelle Taten begangen werden. Dieser Missbrauch unseres guten Systems nervt mich am allermeisten.“

g) „Zauderer, Zyniker und Zündler waren jetzt lange genug am Wort. Wir brauchen hier niemanden, der Menschen gegeneinander aufwiegelt. Wir verzichten auf alle, die Flüchtlinge und Arbeitslose zu Sündenböcken machen. Wir lassen uns auch nicht einreden, dass die Opfer der Finanzkrise an ihrem Schicksal selbst schuld sind.“

h) „Ihr linkslinken trotteln gehts mir so am nerv.“

i) „Wir lassen uns nicht spalten. Alle leben wir in diesem Land und alle können wir es mitgestalten. Grundrechte gelten ohne Ausnahme. Es gibt immer unterschiedliche Meinungen. Aber wir wollen vernünftig miteinander reden. Wir bauen nicht auf Sündenböcke. Wir bauen auf die Zukunft.“

j) 18. September 2010, Heldenplatz, 1010 Wien


Markus Wailand ist Mitbegründer des Dokumentarfilmkollektivs pooldoks und lebt in Wien. www.meinjulius.at


a) d) f) Innenministerin Maria Fekter im Standard vom 10. August 2010

b) Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge von 1951 („Genfer Flüchtlingskonvention“)

c) Wikipedia-Eintrag über das österreichische Innenministerium

e) g) i) Aus dem Forderungskatalog der Initiative Machen wir uns stark

h) Kommentar zu Machen wir uns stark von User „quastl“ im Internet, 23. April 2010

j) Termin Kundgebung Machen wir uns stark