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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Neues vom Projekt Superlinke

Karl Reitter

Bald ist es ein Jahr her, dass das Projekt Superlinke gestartet wurde. Hinter diesem bewusst selbstironischen Namen verbirgt sich der Versuch, letztlich eine Organisation mit gesellschaftlicher Bedeutung zu schaffen. Im Frühjahr dieses Jahres wurde eine Erklärung verfasst, die grob die Ziele, Ausrichtung und das Selbstverständnis formuliert.
Zu finden ist sie auf dem Blog: http://superlinke.blog.at
Bewusst wurde die Ausrichtung so breit aber auch so präzise wie möglich formuliert. Im Aufruf heißt es: „Gegen das Kapitalverhältnis zu sein, beinhaltet die Kritik und angestrebte Abschaffung von Lohnarbeit, Privateigentum an Produktionsmitteln, Grundeigentum sowie sexistischer und rassistischer Modi der gesellschaftlichen Arbeitsteilung. Klar ist auch, dass Geschlechterhierarchien und Rassismus nicht auf das Kapitalverhältnis reduziert werden können. Alle Formen herrschaftlicher Vergesellschaftung gilt es zu überwinden.“ Alle, die grundsätzlich den Staat und das Kapitalverhältnis sowie alle weiteren Formen der Diskriminierung und Unterdrückung überwinden wollen, waren und sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Dieser Aufruf zur Initiative wurde von über hundertzwanzig Personen mit ihrer Unterschrift unterstützt.

Der bisherige Höhepunkt war ohne Zweifel der erste Ratschlag am 19. Juni 2010 im WUK in Wien, an dem über 80 Personen teilnahmen. Es ging in erster Linie um das gegenseitige Kennenlernen und um einen breiten Austausch von Meinungen und Positionen. Es wurde vereinbart, verschiedene Komitees, unter anderem zum Thema Krise & Revolution, Antirassismus, Komitee für Aktionsformen für linke bzw. antikapitalistische Aktionsprojekte und zur Thematik der (prekären) Arbeit zu schaffen, die inzwischen mit unterschiedlicher Intensität ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Ebenso wurde ein Organisationskomitee eingerichtet, das sich um allgemeine Belange kümmern soll.

Aus meiner Perspektive fällt die bisherige Bilanz erfreulich, aber nicht euphorisch aus. Zweifellos, das zeigt auch die Anzahl der Unterstützungsunterschriften, stehen viele politische AktivistInnen diesem Organisationsversuch positiv gegenüber. Es scheint auch eine eher abwartende Haltung verbreitet zu sein, so nach dem Motto: Schauen wir, was aus der Superlinken wird, mitarbeiten können wir dann immer noch. Diese Haltung ist durchaus verständlich, nur hilft sie dem Projekt momentan nicht allzu viel. Allerdings ist auch die Sommerpause zu bedenken. Viele waren und sind noch auf Urlaub. Jetzt beginnen jedenfalls die Komitees erneut mit ihrer Tätigkeit. Zudem ist noch dieses Jahr ein zweiter Ratschlag geplant; Inhalt und Ausrichtung müssen noch beschlossen werden.

Wie kann also die Zukunft aussehen? Das Angebot an alle, die das Bedürfnis nach einer handlungsfähigen, breiten aber grundsätzlich klar positionierten Organisation haben, hat in der Form der Superlinken ernsthafte Konturen angenommen. Wir sind zwar noch keine Organisation, aber zumindest ein erster, ernsthafter Ansatz dazu. Vieles wird davon abhängen, ob politische AktivistInnen, die derzeit in den vielen kleinen speziellen Initiativen arbeiten, in der Orientierung auf eine umfassende Organisierung eine sinnvolle Perspektive erkennen. Und ebenso entscheidend wird es sein, ob all jene, die derzeit noch in einer abwartenden und suchenden Haltung verharren, in der Superlinken ein zukunftsträchtiges Feld ihres Engagements erkennen.


Karl Reitter ist Redakteur der Zeitschrift grundrisse (www.grundrisse.net) und unterrichtet Philosophie in Wien und Klagenfurt.