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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Künstlerische Positionen begleiten jede Ausgabe des Bildpunkt und sind als eigenständige Kommentare und Reflexionen zum jeweiligen Thema des Heftes zu verstehen.

Die Bildstrecke zeigt diesmal die neunteilige schwarz-weiß Fotoserie Events Are Always Original von Sabine Bitter und Helmut Weber. Sie hat Archivmaterial der Simon Fraser Universität, Vancouver, zum Ausgangsmaterial: Die Gruppe der Students for a Democratic University initiierte im November 1968 eine Besetzung des Verwaltungsgebäudes der Universität durch 180 Studierende. Beliebige Zulassungsbestimmungen, aber vor allem eine generelle Kritik bestehender Machtverhältnisse waren die Forderungen der Besetzenden; nach 65 Stunden wurde mitten in der Nacht das Gebäude von 100 Polizisten geräumt. Die Fotografien dienten der Universitätsverwaltung zur Dokumentation und Bestandsaufnahme der „Verwüstung und Benützung“ der Verwaltungsräume im Zuge der Besetzung des Verwaltungsgebäudes der Uni. Die Fotodokumentation, mit denen die Universitätsverwaltung die räumlichen Übergriffe feststellte, wird von den KünstlerInnen neu interpretiert. Sie wird zu einer Serie von Bilddokumenten über eine Raumproduktion: über die Aneignung der Verwaltungsräume durch die Studierenden zur effektiven Organisation der Proteste.

Das Rückencover gestalteten die Künstlerinnengruppe h.arta (Maria Crista, Anca Gyemant, Rodica Tache) aus Timisoara. Die Arbeit mit dem Titel Overlapped realities verbindet zwei Bilder: Eines davon zeigt ein typisches Klassenzimmer mit dem rumänischen Staatswappen und einem religiösen orthodoxen Symbol über der Schultafel. Die zweite Zeichnung zeigt die Technische Universität in Timisoara mit den Flaggen Rumäniens, der EU und der NATO an ihrer Fassade. Den Künstlerinnen zufolge könnten die Bilder in eine Serie von Worten übersetzt werden wie: Nationalismus, Patriarchat, Zwangsreligion, mehr oder weniger verborgener Rassismus, Förderung von Wettbewerb und Individualis- mus, Bolognaprozess etc. In der Überlappung von Motiven und Themen greifen die Künstlerinnen Schnittstellen zwischen Nationalismus, Religion und Kapitalismus auf, um zu zeigen, dass diese Machtstrukturen im Bildungssystem nur scheinbar gegensätzlich sind und sich vielmehr ergänzen. h.arta geht es darum, diese sichtbar zu machen, im Hinblick darauf, sie zu bekämpfen.

Can Gülcüs Handapparat Migration versteht sich als antirassistischer Eingriff in bestehende Wissensstrukturen. Ende des Sommersemesters 2010 wurde er in der Bibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien aufgestellt. Für das Mittelposter des Bildpunkt hat sich der Künstler entschieden, den Inhalt der Arbeit und nicht in erster Linie sein Verhältnis zur Institution zum Thema zu machen – um damit vielleicht das Umfunktionieren von Bildung weniger abzubilden als vielmehr auch im Bildpunkt stattfinden zu lassen. Handapparat Migration besteht aus Texten, Medienberichten, Studien, Flugblättern oder Schriftwechseln, die einerseits Geschichten von MigrantInnen und ihrer von Rassismus, Diskriminierung und Ausbeutung geprägten Gegenwart in Österreich erfassen, andererseits ihren Widerstand sowie Strategien der Mobilisierung und Emanzipation gegen die bestehenden Machtstrukturen aufzeigen. Somit wird mit dem Projekt u.a. die Frage aufgeworfen, wie durch künstlerische Strategien verborgene Geschichten verfügbar gemacht und mit Geschichten der Ausschlüsse durch ökonomische, politische und ideologische Institutionen der Macht kontextualisiert werden können. www.kraja.org


Ausgewählt und zusammengestellt von Nora Sternfeld, Eva Dertschei und Carlos Toledo in Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen.