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Pro Ausgabe wird der Titel des Schwerpunktthemas in einer anderen Schrift type gesetzt, diesmal in der Mrs. Eaves. Suzana Licko entwarf diese Schrift 1996. Benannt wurde sie nach Sarah Eaves, der Haushälterin und späteren Ehefrau von John Baskerville (1706–1775). Sie heiratete ihn, nachdem ihr früherer Ehemann, Mr. Eaves, gestorben war. Baskerville und William Caslon trieben die Gestaltung der barocken Antiqua-Schriften auf die Spitze und inspirierten u.a. Giambattista Bodoni zur Entwicklung der klassizistischen Antiqua (Übergang von kurvigen –„in Stein gemeißelten“– zu linearen Serifen). Nach Baskervilles Tod vollendete Sarah Eaves seine Schriften, wie es auch die Witwen von Caslon und Bodoni mit denjenigen ihrer Männer taten. Licko ehrt somit eine Unbekannte in der Geschichte der Typographie, die über die Jahrhunderte von Männern dominiert wurde. „Die Medien wollen immer nur einen einzelnen, vorwiegend männlichen Meister sehen“, schreibt Beatriz Colomina über die Geschichte von Architektur und Design im 20sten Jahrhundert. Suzana Licko zeigt uns demgegenüber eine differenziertere Geschichte auf. Ihr Ehemann Rudy Vanderlans gründete Emigre (www.emigre.com) 1984 zuerst als Design - zeitschrift. Licko zeichnete ab der dritten Nummer für die Gestaltung der Schriften im Magazin verantwortlich. Langsam wurde Emigre zu einer der wichtigsten unabhängigen Schriftgießereien und Licko zur wichtigsten GestalterIn. In einem Interview mit Rhonda Rubinstein antwortet Licko (http://emigre.com/Licko.php) auf die Frage nach der geringen Anerkennung von Frauen in Partnerschaften von Designern: „Das Problem ist …, dass das Gestalten von Schriften eine Kunst ist, die in dieser Welt geringe Anerkennung bekommt. Das ist desillusionierend.“ Eine indirekte Antwort …
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