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IG Bildende Kunst Logo
Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Künstlerische Positionen begleiten jede Ausgabe des Bildpunkt und sind als eigenständige Kommentare und Reflexionen zum jeweiligen Thema des Heftes zu verstehen.

Fred Forests Aktion le blanc envahit la ville (Das Weiß stürmt die Stadt), der das Mittelposter dieser Ausgabe gewidmet ist, fand 1973 in São Paolo statt. Während der Biennale adressierte der Medienkünstler die unter der Herrschaft der Militärjunta in Brasilien undenkbare Möglichkeit von Pressefreiheit und Protest auf der Straße und nutzte seinen Status als eingeladener internationaler Künstler, um einen utopischen Raum freier Meinungsäußerung im öffentlichen Raum zu schaffen. Die Bilder einer unmöglichen Demonstration, die sich mit leeren weißen Tafeln durch die Innenstadt von São Paolo bewegte, um das politische Militärregime in Frage zu stellen und auf Repression und Zensur aufmerksam zu machen, fanden internationale mediale Verbreitung. Mit der Hilfe von brasilianischen oppositionellen JournalistInnen gelang es Forest zunächst, die Verbote der Polizei zu umgehen. Letztlich wurde er jedoch inhaftiert und nach einem zehnstündigen Verhör dank der Interventionen der Biennale und der französischen Botschaft entlassen.
www.fredforest.com

Straße als Museum – mit diesem Motto bezeichnet das Community Museum Project Hongkong seine dokumentarische Arbeit Lee Tung Street, die diese Ausgabe in Form der Bildstrecke begleitet. Die Lee-Tung Straße in Hongkong ist eine alte renommierte Drucker-Straße, die einem Prozess der Gentrifizierung im Wanchai District zum Opfer gefallen ist. Kurzerhand zur Urban Renewal Authority Property erklärt, fing der Abrissprozess – von dem 54 Firmengebäude sowie 930 Wohnungen und Shops betroffen sind – im Okotber 2003 an. Es kam zu regen Protesten, die Straße wurde zum Kampfplatz zwischen den BewohnerInnen und der Regierung. Inmitten dieser gesellschaftlichen Welle des Protests in und um die Straße wurde das Community Museum Project in- terventionistisch aktiv, indem es die Straße und den sichtbaren Widerstand gegen den Abriss genau dokumentierte. Community Museum Project Hongkong ist ein Museum ohne Gebäude und Sammlung. Es versteht sich als Plattform, um Erfahrungen und unterrepräsentierte Geschichten zum Thema zu machen.
www.hkcmp.org

Friedemannn Derschmidts Foto auf der Rückseite des Heftes trägt den Titel Sie liebt es, Platz zu nehmen und zeigt die hundertjährige Widerstandskämpferin Hedi Pescha bei einem öffentlichen Frühstück in Ostrava/Tschechien. Das Bild dokumentiert einen von vielen Momenten aus dem langjährigen lustvoll-interventionistischen Projekt permanent breakfast – das immerwährende Frühstück im öffentlichen Raum. Dieses versteht sich als fortwährendes soziales Experiment, das von jedem/r jederzeit und überall ausgeführt werden kann. „Der öffentliche Raum verändert sich, wird er befrühstückt, merklich nach den Bedürfnissen der Frühstückenden“, schreibt der Schriftsteller Walter Pucher. „Die Frühstückenden beginnen ohne viel Zutun, allein durch ihre Anwesenheit mit dem Umraum zu kommunizieren, ihr eigenes Medium zu sein, Platz zu greifen, Raum zu nehmen, ihn buchstäblich zu besitzen und ihn bloß durch sich selbst oder aber auch mit einem Anliegen zu besetzen. Es wird kundgetan, weitererzählt, wiedergefrühstückt. Das Spiel geht weiter, solange jemand den Faden aufnimmt.“ permanent breakfast wird heute, 13 Jahre nach seiner Gründung, von der KünstlerInnengruppe www.ritesinstitute.org, Abbé Libansky und Usch Hofabauer getragen. Von Wien aus verbreitete sich die frühstückende Spielart von reclaim the street rhizomartig: In über 32 Ländern sind eigenständige Frühstückscommunities aktiv.
www.permanentbreakfast.org


Ausgewählt und zusammengestellt von Nora Sternfeld, Eva Dertschei und Carlos Toledo in Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen.