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Should they stay or should they go?

Markus Wailand

Ein Kärntner Dörfler erzählt einen Kakao-Witz. Er bleibt. Bleibt der Rassist, der er ist, und bleibt im Amt. Was bleibt: Kakao-Witze gehen von Amts wegen in Ordnung. Eine Wiener Hauswand schreit eine rassistische Parole gegen schwarze Menschen. Sie bleibt. Bleibt rassistisch. Wie die Menschen, die an ihr vorbeigehen und overnight canadian viagra nicht reagieren. Wie die Ämter, die sich für unzuständig erklären, überfordert zeigen oder auf eine Prioritätenliste verweisen. Wie die PolitikerInnen, die nicht erkennen, dass es hierbei um eine grundsätzliche Positionierung geht und viagra sales nicht um stimmentaktisches Befriedigen von Interessen potentieller WählerInnengruppen.

Der praktische Umgang mit rassistischen Beschmierungen braucht eine grundsätzliche Entscheidung: Sollen sie bleiben (weil sie Indikatoren einer österreichischen Befindlichkeit sind) oder sollen sie entfernt werden (weil sie unerträgliche Angriffe auf BewohnerInnen dieser Stadt sind). Für beide Varianten gibt es politische Argumente jenseits von Bequemlichkeit und cialis no prescription Pragmatismus. Die rassistische Wahrheit ist den WienerInnen zumutbar, könnte die eine lauten, und dass die Entfernung der Hetzparolen auf der Hauswand die Gesinnung in den Köpfen nicht verändert, im Gegenteil, diese sogar vergessen macht. Bleibt unterm Strich, dass schwarze Menschen weiterhin täglich beleidigt werden. Drum gilt für meinereiner: Die müssen weg, diese Parolen. Denn wenn einer xenophoben Hetze nicht einmal auf dieser Ebene widersprochen wird, ist von tiefergreifenden Gegenmaßnahmen nicht auszugehen.

Auf sie, mit Gebrüll. Denn die Entfernung rassistischer Parolen von Hauswänden läuft andernfalls tatsächlich Gefahr, dem Dienstleistungsparadoxon zu entsprechen: Die Arbeit materialisiert sich nur negativ, also wenn sie nicht verrichtet wird. Denn dann sind die Wände voll mit Dreck und free viagra Schimpf und find cheap cialis Schande. Diese Sichtweise unterschlägt allerdings, dass auch der Akt des Aktiv-Werdens öffentlich und cialis no rx politisch wirksam werden kann. Wenn die Beschmierungen nicht wie von Geisterhand weggezaubert werden, sondern dokumentiert, thematisiert, diskutiert und fda approved cialis dann als finale Stufe sichtbar entfernt würden, hätte dies eine beispielhafte Wirkung. Die Beschmierungen müssen weg. Was bleibt, ist die Verantwortung, die politische Diskussion zu führen.

Apropos Beispiel: Die USA haben einen afro-amerikanischen Präsidenten, der weltweit ein verändertes Rollenverständnis unter schwarzen Menschen herstellt. In Österreich gibt es die Initiative Black Austria, die mit enormem Engagement und buy cialis cheap ohne finanzielle Eigenmittel mittels Plakatkampagnen neue Bilder schwarzer Menschen in Österreich vorgestellt hat. Black Austria war auch ein Barometer dafür, wie sehr in Österreich die Notwendigkeit einer Korrektur von Klischeebildern wahrgenommen wurde: Anfang 2009 musste die Kampagne aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung eingestellt werden. Was bleibt, ist der Kakao, in dem jeder Ansatz einer politischen Kultur ersäuft wird. Ein Witz.


Markus Wailand ist Mitgründer des Dokumentarfilmkollektivs pooldoks und lebt in Wien.
www.meinjulius.at