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Bei der ordentlichen Generalversammlung 2008 fanden Vorstandswahlen statt. Am darauf folgenden Wochenende hielt der neue Vorstand eine Klausur ab, bei der Themenschwerpunkte für die nächsten Jahre beraten wurde.
Katrina Daschner betonte, dass „queer-feministische Politiken und Kunst“ noch mehr in der IG Bildende Kunst Raum greifen sollten. Christiane Erharter sieht Gleichstellungspolitik und feministische Politik als zentrale Anliegen. Einig war sich der Vorstand auch, dass der Arbeitsschwerpunkt „Freiheit der Kunst! Und Bleiberecht für alle!“ fortgeführt werden soll. Bei den ORF-Übertragungen der Fußball-EM und den Freudenkundgebungen danach waren immer wieder Bleiberecht- Transparente mit der Forderung „Bleiberecht für alle!“ im Bild zu sehen. Auch an Autos, Fahrrädern, Kinderwägen etc. wurden schon dieselben kleinen Transparente gesichtet. Es handelt sich hierbei um von der IG Bildende Kunst produzierte praktische Mini-Transparente mit der Forderung „Bleiberecht für alle“, die im Layout der Posterserie mit derselben Forderung von no-racism.net gehalten sind und die Kampagne „Kein Mensch ist illegal“ fortführen. Mini- Transparente sind (gegen eine kleine Spende und solange der Vorrat reicht) in der IG Bildende Kunst erhältlich.
Ein weiteres Projekt („Über Geld reden“) wird sich für eine Verbesserung der prekären Einkommenssituation von Künstler_innen und Kurator_innen einsetzen. In Arbeitskreisen, Workshops und Diskussionsveranstaltungen sollen Erfahrungen verschiedener im Kunstfeld tätiger Personen diskutiert und darauf aufbauend Konzepte und Forderungen erarbeitet werden. Ziel ist es, eine Richtlinie für die Bezahlung von selbstständiger künstlerischer Tätigkeit durchzusetzen, die Künstler_innen bei Honorarverhandlungen hilfreich sein kann.
Die erarbeiteten Inhalte und Forderungen haben wir kurze Zeit später im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur bei einem Treffen mit der Leiterin der Kunstsektion (Mag. Andrea Ecker) dargelegt und diskutiert. Besonders legten wir Wert darauf zu betonen, dass die Novelle des Künstlersozialversicherungsfondsgesetzes unzureichend war und an einer grundsätzlichen Streichung von Rückzahlungsforderungen gearbeitet werden muss. Ein weiterer, sehr konkreter Vorschlag der IG Bildende Kunst ist es, ein Atelierhaus für Künstler_innen mit Kleinkindern einzurichten, die auch eine Kinderbetreuung am Abend ermöglichen würde.
Wir hoffen, dass die konstruktiven Gespräche mit der Leiterin der Kunstsektion in nächster Zeit zu Erfolgen bei diesem und anderen Arbeitsvorhaben der IG Bildende Kunst führen werden und sehen zuversichtlich in die Zukunft. Der Relaunch unserer Website wird im Laufe des Herbsts online gehen und unter anderem mit dem neuen Leitspruch der IG Bildende Kunst versehen sein: „Her mit dem schönen Leben! Für alle! Jetzt sofort!“
Martin Krenn ist Vorsitzender der IG Bildende Kunst.
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