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Die IG BILDENDE KUNST ist die Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Zum Cover: Streik!

Toledo i Dertschei

Pro Ausgabe wird der Titel des Schwerpunktthemas in einer anderen Schrifttype gesetzt: mit der Strike Swiss von Koen Hachmang streiken wir mit den SchriftsetzerInnen. Der Beruf des/der Setzers/Setzerin ist mit dem Beginn des DTP ausgestorben. Bis zum Ende des Blei- und Lichtsatzes (Mitte der 1980er Jahre) haben die SetzerInnen nicht nur zur lesetechnischen Ästhetik beigetragen, sie waren auch stark politisiert, denn sie setzten jeden einzelnen Buchstaben aller publizierten Texte. Bekannte Setzer/innen in Europa waren: Der Anarchist Joseph Proudhon („Eigentum ist Diebstahl“), die Gründerin der ersten Frauengewerkschaft, Emma Patterson, Gavrilo Princip, Attentäter auf Thronfolger Franz Ferdinand, Franz Jonas, Bundespräsident Österreichs von 1965 bis 1974, Otto Winzer (Untergrundkämpfer, Außenminister der DDR), der Kommunist jüdischer Herkunft Rudi Arndt, der sich an einer Widerstandsgruppe im KZ Buchenwald beteiligte (und auf der „Flucht“ erschossen wurde), u. v. a. Die BBS Rudi Arndt in Berlin (ehem. DDR) bildete SchriftsetzerInnen aus (In memoriam Arcadio Ruiz, Setzer und Gewerkschaftsführer im Guatemala der 40er-Jahre, Großvater von Carlos Toledo, gestorben am 21. Februar 2006).