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Pro Ausgabe wird der Titel des Schwerpunktthemas in einer anderen Schrifttype gesetzt: Wie das Bauhaus-Gebäude in Dessau, so trägt die „Fassade“ dieser Nummer die Bayer Sans (www.type.nu) von Herbert Bayer. 1900 in Haag am Hausruck (Oberösterreich) geboren, absolvierte er bis 1921 eine Lehre in Linz. Später ging er nach Deutschland, studierte am Bauhaus und war bis 1928 eben dort Lehrer der Werkstatt für Druck und Reklame. Seine Suche nach einer Universalschrift prägte die Geschichte der Typografie. Bayer trennte die Klein- von der Großschreibung, da diese aus zwei verschiedenen historischen Alphabeten bestehen. So entstand 1925 das Schild des Bauhauses, auf welchem die Bayer Sans basiert. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Bauhaus 1933 zur Selbstauflösung gezwungen. Das Bauhaus war ein Ort der Kritik. „Bilden wir also eine neue Zunft der Handwerker ohne die klassentrennende Anmaßung, die eine hochmütige Mauer zwischen Handwerkern und Künstlern errichten wollte!“ steht im Bauhaus-Manifest. Für die Nazis war das Bauhaus eine „jüdisch-bolschewistische“ Einrichtung, in der „fremdländische Elemente“ wirkten. 1938 emigrierte Herbert Bayer in die USA und wurde Amerikaner. Er starb 1985.
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