Heft Winter 2005/2006Raum greifen
Kunsträume scheint es in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern noch viele zu geben. Aber der Raum der Kunst ist nicht nur die Galerie oder das Museum, sondern wird mehr und mehr auch als sozialer Raum verstanden. Aber was bedeutet das? Einerseits dürfte klar sein, dass die Besetzung von Räumen nicht nur eine Frage der Förderung oder des Ansehens von „Kunst im öffentlichen Raum“ ist. Aber haben sich Dank dieser Sichtweise die Räume für bzw. der Kunst erweitert oder verengt? Während neoliberale Politiken raumgreifend agieren und auf der Seite der Subjekte des künstlerischen Feldes sicherlich die Zwänge verschärfen, bringen die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse auch neue Formen der Aneignung hervor. (Ein Aufgreifen zentraler Debatten der letzten Jahre wäre hier möglich anhand der wichtigsten Begriffe wie eben Raum, Öffentlichkeit, Aneignung, etc.) |
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