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Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Heft Winter 2005/2006

Raum greifen

Kunsträume scheint es in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern noch viele zu geben. Aber der Raum der Kunst ist nicht nur die Galerie oder das Museum, sondern wird mehr und mehr auch als sozialer Raum verstanden. Aber was bedeutet das? Einerseits dürfte klar sein, dass die Besetzung von Räumen nicht nur eine Frage der Förderung oder des Ansehens von „Kunst im öffentlichen Raum“ ist. Aber haben sich Dank dieser Sichtweise die Räume für bzw. der Kunst erweitert oder verengt? Während neoliberale Politiken raumgreifend agieren und auf der Seite der Subjekte des künstlerischen Feldes sicherlich die Zwänge verschärfen, bringen die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse auch neue Formen der Aneignung hervor.

(Ein Aufgreifen zentraler Debatten der letzten Jahre wäre hier möglich anhand der wichtigsten Begriffe wie eben Raum, Öffentlichkeit, Aneignung, etc.)


Heft Herbst 2005

Bildpolitiken

Auch das Produzieren einer Zeitung hat sich zu verorten, findet in gesellschaftlichen, politischen, ästhetischen und anderen Kontexten statt. In diesem manchmal als Öffentlichkeit bezeichneten Raum fragt sich ganz allgemein: Welchen Stellenwert haben Bilder überhaupt? Wer macht sie wofür, wozu werden sie eingesetzt und zu wem sprechen sie was? Fragen über Fragen, die das Schwerpunktthema dieser ersten Nummer des relaunchten Bildpunkt bestimmen: Bildpolitiken. Denn dass die Produktion von Bildern nicht im politikfreien Raum entsteht, davon gehen wir aus. Ist deshalb aber jedes Bild auch Politik? Was Bildpolitiken sein können, dieser Frage widmen sich alle Beiträge dieser Ausgabe.