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Die IG BILDENDE KUNST ist die Interessenvertretung der bildenden Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Unsere Aktionsfelder sind Kunst, Politik, Service und Zeitung. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle!

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Bildpunkt

Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST
erscheint vier Mal im Jahr.

Heft Winter 2009

Dezentrale Karten

Die herrschaftliche Neuaufteilung von Land war eine der zentralen Praktiken des Kolonialismus. Postkoloniale Perspektiven in der Kunst setzen zum Teil an diesen gewaltsamen Landnahmen an und entwerfen alternative Kartografien. Diese verstehen sich nicht nur als Antworten auf Raumfragen, sondern als Pläne zur Subversion herrschender Dichotomien. Postkoloniale Diskurse erfahren gegenwärtig eine enorme Anerkennung innerhalb der kultur- und sozialwissenschaftlichen Diskurse. Die Widersprüche und Unvereinbarkeiten von der Kritik einer ethnisch formierten sozialen Ungleichheit auf der einen und der Feier der Autonomie der Migration auf der anderen Seite geraten dabei selten in den Blick. Es stellt sich die Frage nach einer Vermittlung oder einem Dazwischen von bzw. zwischen struktur- und diskursanalytischen Herangehensweisen, die nur entlang der Praxis beantwortet werden kann. Die Ausgabe des Bildpunkt widmet sich deshalb der Frage danach, welche spezifischen Vorschläge, Konzepte und Programmatiken in den Überlappungen von künstlerischen Produktionen und Praktiken sozialer Bewegungen entstehen.


Ausblick: Heft Frühling 2010

Regimestörungen

erscheint im März 2010